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Literarische Neuigkeiten.
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Literarifche Nettigkeiten.

Das Centrum und meine politische Stellung in der aufgelösten zweiten preußischen Kammer. Von N. Wcntzel, Präsident des Ap- pellativnsgerichts zu Ratibor. BreSlau, Max u. Cvmp.

Der Verfasser rechtfertigt seine Partei gegen den Vorwurf, sie sei Schuld gewesen an der Auflösung der Kammern. Im Ernst hat wohl Niemand daran gedacht. Dennoch bleibt es zu beklagen, daß die Trennung, welche zwischen der äußersten Rechten und der Constitntionellen nothwendig stattfinden mußte, von einer Fraction ausging, welche iu sich nicht stark und selbstsiäudig genug dastaud, um eine eigne Politik verfolgen zu könueu. Daran sind aber nicht diejenigen Männer Schuld, welchen ihr Gewissen nicht länger erlaubte, mit einem Biömark- Schönhausen Hand iu Hand zu gehen, sondern die eigentlichen Führer der constitn­tionellen Partei, Vinke, Auerswald u. s. w., welche, nachdem ihr Zweck, die An­erkennung der Cvnstitntion vom ü. December, erreicht war, sofort daran hätten denken sollen, sich selbstständig zu vrganisiren. Die deutsche Frage gab dazu hiu- reichendc Veranlassnng. Früher oder später hätten dann die beiden Centren (ein Theil des linke» Centrums wäre zur Linke» übergegangen) zu einer Koalition kommen müssen. Aber die Reminiscenzen der Vergangenheit waren wichtiger über ihren Geist, als die politsche Nothwendigkeit des Augenblicks.

Wir wollen den Verfasser über seine Ansichten selbst hören.

Die Verfassung vom 5. December 1848 ist eine höchst liberale. Ihre Geg­ner sind die, welche sie wesentlich ander» wolle». Die Eine» wollen darüber hinaus, die Anderen wünschen einen Standpunkt zu gewinnen, über den die Ver­fassung hinausgegangen war. In der Mitte zwischen ihnen stehen die, welche an der liberalen Verfassung vom 5. December 1848 aufrichtig festhalten wollen; sie könnte» das nicht, wc»» sie nicht selbst liberal wäre».

Ich glaube, daß die zweite Kammer i» ihrer Majorität aus liberalen Con- stitutionellc» .bestand. Ich glaube dies insbesondere von der großen Mehrheit der rechte» Seite des Hauses und von nicht Wenigen, die ans der linken Seite saßen. Zum Unglück war ein Theil dieser von mir gemeinte», die auf viele Neneingctre- tenen einen Einfluß ausübten, in der Nationalvcrsainmlnng gewesen und dort zu weit gegangen. Der Vorwurf, den ich diesen Letzteren mache, besteht darin, daß sie es nicht über sich vermochten, diese ihre Vergangenheit zu ignoriren. Daß sie nicht unbefangen genug waren, zu erkennen, wie. das Volk, dessen Vertreter sie dvch waren, sich a» die Verfassung hielt und nicht an den Conflict zwischen der Regierung und der früheren Nationalversammlung. Paß sie diesen nicht aus