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Der russisch-ungarische Krieg.
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geworden ohne die Intervention Englands nnd Frankreichs, das östreichische Kabinct hat den ganzen Kaiserstaat abermals zum Spielball fremder Interessen gemacht. EineZertrümmerung oderZerstückeluug des Reichs, welche bisher als ein beabsichtigtes Werk des Radikalismus betrachtet wurde, oder die vollständige Contrer evolntion, die russische Botmäßigkeit der Habsburger nnd ihrer unterjochten Länder — dies sind die zwei Chancen, in welche die östreichische Monarchie durch die seige Ratlosigkeit deö jetzigen KabinetS getrieben wurde.

Wir sprechen daher nicht mehr vom östreichisch-ungarischen Kampfe, sondern von einem russisch-europäischen Kampfe. Das factische Recht, welches bisher die Ungarn als ihr heiliges Privile ginm gegen Oestreich vertheidigt haben, ist jetzt durch das gemeinsame Auftreten der Contrerevvlution in Deutschland, Italien und Oestreich zu einem gemeinsamen Palladium der im Jahr 1848 befreiten Nationen Europas geworden. Es gilt nun den Kampf der rohen Willkür gegen die Freiheit und das in ihr begründete Recht der Völker.

Die einzelnen Excesse des Pöbels oder die republikanischen Putsche, welche von einer unverständigen ehrgeizigen Partei versucht werden, können die jetzige . Bewegung in den europäischen Ländern nicht als „soziale Revolution" bezeichne». ES handelt sich vor Allem um die Sicherung des politischen Fortschritts inner­halb des frei und selbstständig organistrten Staates. Kann Oestreich diese histo­rische Aufgabe nicht durch seine eigene Kraft erfüllen, ist es iu seinem iuuern - , Lebensmark so ausgehöhlt, daß es anstatt „ciue Vormauer europäischer Bildung uud Sitte" zu bilden, seine losen Ländertheile zn russische» Verschauzuugen ver­wenden ließe, dann mag die Habsburgische Hansmacht in Trümmer gehen und unter ihrem Schütte den russischen Koloß erdrücken. Die kräftigen Volksstämme, welche das heutige Oestreich bewohnen, werden sich in dem Kampfe gegen den gemeinsamen Unterdrücker vereinigen und ihre besondern Berechtigungen gern für einen kräftigen und freien Gesammtstaat aufopfern. D. /ricdimmn.

A ,» s Berlin.

„Na, heute Abeud wirds losgchen!" sagte mit nachdrücklichem Tone ein jun­ger Mann, dem man es ansah, daß das Knffcchauslebcn seine vornehmste Be­schäftigung war — „heute Abend wird's losgehen!"

— Das sagten sie gestern auch — entgcgnetc ungläubig die schmucke Kell­nerin — das sagten Sie vorgestern auch, als die Kammer aufgelöst war, und es wurde doch nichts Geschentes!