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Unsere Partei.
Die Barrikaden sind gefallen, auf das wüste Träumen unserer jungen Republikaner ist ein nüchternes Erwachen gefolgt, die Souveräne haben — mit unserer Hilfe — deu Versuch einer Partei vereitelt, den Staat zu vernichten. Ueber den Barrikaden aber schwebt ein anderer Kampf, nicht mit Büchsen und Spitzkugeln, sondern mit den Waffen des Gesetzes. In diesem Kampf stehen wir, konservative Männer, gegen die Kronen. Wir kämpfen für die deutsche Verfassung gegen die Souveränitätsträume uud gegen die ungesetzliche Willkür der Fürsten.
Die Partei, welche dieses Blatt stolz mit „wir" bezeichnet, hat verschiedene Namen, ja sie hat oft in entgegengesetzten Lagern gekämpst, die rechte, wie die linke Seite hat ihre besten Häupter daraus genommen. Es ist die große Anzahl deutschgestnnter Männer, welche das Parlament von Frankfurt während seiner Thätigkeit mit Liebe und Theilnahme begleitet haben, weil sie in ihm eine Versöhnung der alten mit der neuen Zeit sahen, die Heiligung leidenschaftlicher Volts- wüusche durch Recht und Gesetz; weil sie in ihm fanden, was weder die Könige, noch die rothen Demagogen haben, productive Gestaltungskraft; weil sie unter seinen Mitgliedern fast ausschließlich die Männer zählten, auf deren Schultern das Vertrauen der deutschen Völker unsere Zukunft legen wird; die Frucht der Parlamentarischen Thätigkeit war die deutsche Verfassung, ihre Anerkennung ist ein Rechtsprozeß geworden zwischen den Kronen und den Völkern, „unsere" Partei ist die Volköpartei, welche diesen Prozeß auf gesetzlichem Wege durchführen wird gegen die Krone.
Wir haben in diesem Rechtsstreit keinen Obmann und Nichter. Die parlamentarischen Kämpfe zwischen Fürst und Volk schweben in Deutschland noch ohne Reichsgericht, sie sind demnngeachtet an bestimmte gesetzliche Bestimmungen gebunden, von denen nur der Frevler abgehen darf. Der nächste Ort für den Kampf sind die neuen Kammern in Preußen, Sachsen, Hannover und Baiern.
Nicht die Ccntralgewalt mehr und nicht die Nationalversammlung zu Frankfurt. Als die vier großen Regierungen die Anerkennung der Verfassung verweigerten, gingen sie noch einen Schritt weiter und versagten der Ccntralgewalt auch in anderen Dingen den Gehorsam. War es doch schon im letzten halben Jahr Wir dem Gehorsam nicht Ernst gemeint, nur widerwillig, nach langem Verhandeln und Zögern fügten sich die Regierungen, oder nahmen wenigstens den Schein au, ^s thaten sie's. Offen gegen die Centralgewalt aufzutreten, wagten sie erst jetzt, seit Preußen sich an die Spitze der Regierungen gestellt hat, um unabhängig von