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Professor Presl : aus Prag.
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Doctor der Arzneikunde promovirt worden, bei welcher Gelegenheit er eine interes­sante Monographie des Lorbeers als Inauguraldissertation veröffentlichte. Im Jahre 1818 erhielt Presl die Professur der Naturgeschichte und Technologie an der Oll- mützer Universität und folgte bald darauf dem Rufe nach Prag an die Karl-Fer- dinands-Hochschule. Durch seine Bemühung kam bei der dasigen mediciuischen Fakultät ein k. k. Naturalieukabinet zu Staude, daß es durch seine Bemühung für vier Säle erwuchs. Im Interesse dieses Kabiuetö machte Presl bedeutende Reisen, die meiste Ausbeute gewann er jedoch am Kaukasus, in Italien, Jllyrien und Un­gar». Auf dem czechisch-literarischen Felde war er seit dem Jahre 1820 unablässig thätig, er gründete mit bedeutendem Geldopfer eine wissenschaftliche Zeitung, epoche­machend in der damals noch in ihren Mitteln beschränkten jungczechischen Literatur. Sie führte nach dem Namen jenes weisen Fürsten der böhmischen Urzeit den Titel: ,,Krok" und zählte Männer wie Safarijk, Palacky, Winaricky und Wlczek zu ihren Mitarbeitern. Nachdem er diese Zeitschrist aufgegeben, übernahm er 1837 das czechische Journal für Technologie des Prager Gewerbcvcrcins. Am eifrigsten bebaute Presl das Feld, auf welches ihn sein Hanptstudium und seine Stellung als Universitätslehrer hinwies: die Naturgeschichte und die Technologie. Seine hier einschlagenden Schriften sind nach dem Urtheil der tüchtigsten Fachmänner von hohem wissenschaftlichem Werth, in der czechischen Literatur stehen sie, vorzüglich was Mineralogie und Botanik «»belangt, unerreicht da. In dem technologische» Fache hatte Presl i» vl. Karl Ammerling einen ebenbürtigen Nival. Seine Hauptwerke sind: Noru8t<zpi,8 (Mineralogie) 1837, u»d V^cLvbeciiH'rgLtlmopis (Allgemeine Botanik) 1846. , F. K. M.

Aus G l l m ü tz.

Die Herrlichkeit Kremsiers ist vergangen und bald wird der Glanz von Ol- 'uütz vorüber seiu. Die Chronisten beider Städte werden die historische Bedeutung ^selben sicher stellen nnd der Nachwelt überliefern, als mahnendes Beispiel für Bürger aller Zeiten, wie die Neutralität in Revolutionsperioden dennoch zum Gute» führen kann. Kremsier war der Sitz des Reichstages und Olmütz wird b^d das Hoflager des Kaisers gewesen sein. Der uralte Streit zwischen Olnnch und ^unn, welche von beiden Städten die wahrhastige Hauptstadt von Mähren sei, trat durch die Verlegung des Hvflagers in die Festung Olnnch in ein ganz neues Stadium "ud hat für die Olnncher die besten Chance». Brünn konute sich nie rühmen, die Residenz eines östreichischen Kaisers zu sein. Aber von Olnnch aus wurde "^ien wiedert erobert und wird Oestreich regiert, von Olnnch ginge» die berühm-