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Zur politischen Sprache und Literatur in Oestreich.
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jung, und ich kann mir es recht lobhast vorstellen, wie gut Ihnen selbst der Stürmer und der Legivnsrock zu Gesichte gestanden hätte. V.

Preußische Briefe.

siebenter Vrief.

Berlin, den S. April 184S. Die Kaiserwahl.

, Ich verschob mein Schreiben von Tage zu Tage, weil man jeden Augenblick eine ueue Wenduna, der dentschen Sache erwarten konnte. Indeß endlich muß Man doch einmal abschließen. Nehmen Sie denn ein Bild von der gegenwärtigen Lage und messen Sie es nicht dem Schreiber bei, wenn es kläglich'ausfällt. », Nachricht von der Wahl machte einen sehr gemischten Eindruck.

Nach der Ablehnung des Wclker'schen Antrags war die geringe und um eiuen so theuern Preis erkaufte Majorität nicht im Stande, das Jmpvnircnde eines mit einer gewissen Gewaltsamkeit ausgesprochenen Nationalwillens zu ersetzen. Die voreilige Nachricht von der Annahme des Welkcr'schen Antrags hatte in Berlin die größte Sensation hervorgebracht, weil sie überraschte; jetzt aber hatte man Nch mit dem Gedanken vertraut gemacht, und es fehlte ihm der Reiz der Neuheit. Zwar ließ sich das Gefühl des specifischen Preußenthums, das durch alle Anstren­gungen des Nadicalismus nicht hat verwischt werden können, eine solche Huldigung von Seiten der süddeutschen Brüder wohl gefallen, aber auf das Detail der neuen Situation mit Interesse und Verständniß einzugehen, dazu fehlte die Lust und Mentlich auch die unmittelbare Anschauung. Die Zeitnngen, mit Ausnahme der Scenen Pvenßischen, waren am lautesten in der Anerkennung der octroyirten Würde; sprach sich in den alten Blättern mit spießbürgerlichem Wohlwollen aus, in deutschen Reform mit einem gemäßigten Enthusiasmus, in der Nationalzei- ">«g mit grollenden Ermahnungen. Das große Publikum trug sich zu sehr mit Idee des Belagerungszustandes herum, als daß eine, wenn auch noch so 'vckende Fernsicht es'hätte erheblich elcktrisiren können.

> In den beiden Kammern herrschte die kaiserliche Partei vor; nur dominirte, ^ nachdem man sich rechts oder links hielt, der preußische oder der deutsche Volks- wuveränitäts-Gesichtspunkt. Mail kann übrigens auch der Linken in der zweiten Kammer nachsagen, daß sie sich in dieser Frage erträglich gouvernemental hielt; L^r v. Berg' deutete die Nothwendigkeit an, demjenigen'Manne das Scepter ^utschlands in die Hände zu geben, der bereits das Schwert trug. In folgen- Au Punkten waren alle Parteien einig. Der König müsse die ihm übertragene ^ürde annehmen, weil sonst, wie die Rechte meinte, ein anderer Staat die He- ^Monie Denischlands an sich reißen könnte, oder weil nach der Ansicht der Lili­en d^ Auflösung der Nationalversammlung und die Rückkehr zum System der Eiligen Allianz die nnabwcisliche Folge einer Ablehnung sein müßte. Selbst die ^giiimisten, in deren Namen diesmal Graf Arnim - Boitzcnburg eine Adresse ab­laßt hatte, waren für die Kaiserwürde, wcuu sie auch die Rechte der Fürsten schonen