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Theater und Politik.
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Möge Sachsen und Baiern dann sich an Oestreich anschließen, oder ein eig­nes idyllisches Leben in den Bergen führen; die Nothwendigkeit wird sie in's rich­tige Gleise treiben, und dann wird Sarastro zu ihnen sprechen:

In diesen hcilgcn Hallen

Kennt man die Rache nicht,

Und ist ein Mensch gefallen,

Ruft Liebe ihn zur Pflicht.

Dann wandelt er an Freundes Hand,

Vergnügt und froh in's bessrc, ins bessre Land. I. 5.

Portraits preußischer Wahlcandidaten und Deputirten.

?) Walter. Nicht ohne Scheu nahe ich mich den heiligen Hallen deutschen Professorenthums, doch geht's nicht anders. Wo ein Dutzend Deutsche beisammen sind, und seien es auch nur Portraits, da muß wenigstens Ein Professor darunter sein. Indeß will ich, eingedenk der Würdigkeit des Gegenstandes, einen so gra­vitätischen Ton anschlagen, wie nur irgend möglich, und den leichten Sokkus mit dem schwerfälligen Cothurn vertauschen. Wir haben hier in Einer Person die er­bauliche Trias eines Deputirten, Professors und Ultramontanen vor uns; leider kann ich den politischeu Katholicismus weniger hervorheben, da mir der ruhm­reiche Holsteiner dazwischen gefahren ist. Das Eine vergeb' ich ihm nimmer, daß er die Vereinbarer nicht noch die Schul- und Kirchensrage berathen ließ; im Uebrigen war es kein Unglück, nach den ewigen Wiederholungen des politischeu Kannegießers anch einmal eine classische Oper, wie das unterbrochene Opfersest, ini Schauspiel­hause zur Aufführung zu bringen - der Geschmack des Publikums war schon verderbt genug.

Das Aenßere eines deutschen Professors ist bekannt: das verwitterte Antlitz, die knöcherne, gebückte Gestalt, das eigenthümliche Gelchrtengrau des wirren Haares das Alles ist stereotyp, wie Harlekins Schellenkappe. Doch Prägt sich in Walter's Gesicht ucbcu jeuer bekauntcn Verbissenheit und Zerstreut­heit noch ein gewisser Zug kindlicher Naivetät aus. Dies Exterieur täuscht uns nicht, wir finden dieselbe nugczwuugene Natürlichkeit in seinem Wesen wieder. Unter den würdigen Commilitonen der I^ii<lvr!ciit Luilolm-t kUieimmi, war er zu Meiner Zeit mir unter dem Namen des Herzbrechenden bekannt. In jeder Vor­lesung nämlich besprach er wenigstens Eine Coujcctur desunsterblichen" Nie- bnhr ^- und fast jedesmal fügte er in kläglichem Tone hinzu:Meiue Herren!