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Das neue Paris.
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Wirthschaft. Ob es wohl zu Zeiten Ludwigs des Vielgeliebten so arg gewesen sein mag?

Die Tugend wohnt in Paris jetzt im trei?iizme. Und so führte mich denn mein würdiger Oberst hinauf in das höchste Gemach eines thurmhvhen Hauses liuo lies t?rimcs Lourxvois uu N-n uis. Hier, wo zierliche Grisetten, die letzten einer nun ebenfalls bald gänzlich ausgerotteten Species, im reinlichsten Stübchen fröhlich und wohlgemut!) von ihrer Hände Arbeit leben, hier ist noch das alte Paris und die gemüthlichste Plauderei von den entschwundenen Seligkeiten des dimteau ci-ouxs und des ?vrv Nabille zaubern auch die alte schöne Zeit wieder herauf. Aber Madame Pivot, die Längere nebenan, welche sprechen gehört hat, zerstört alle Illusion, indem sie den Kopf znr Thüre hereinsteckt und fragt: KI» bieu, Nr. I-.vlvvbrv, «st ce vr»i, Pie les ^n^Iais vivnnent nous rapportei' te Vieux »vec «oll zmrsflluie? Älfr. 'ö.

Kleinstaatelei und thüringische Träume.

Kennt Ihr die Kleinstaatelei? Sie ist eine kleine verzwickte Weibs­person, welche in Thüringen und daherum wohnt, und mit einem großen Strick­beutel voll Thränen undVaterlandsliebe" händeringend umherläuft, und droht nnd jammert, die Herren in Frankfurt wollten ihr das Aergste anthun, ihre harm­lose Unschuld umändern, ihre jungfräuliche Freiheit an den Bettfuß eines Mäch­tigen anschmieden u. s. w. Fragt in Coburg, in Gotha, in Meiningen, Greiz und Schleiz nach, dort liebt man die kleine widerliche Dame recht zärtlich. Noch lebt sie, noch schreit sie nnd erfreut sich besserer Gesundheit als je. Unter- deß zanken sich bereits die Herren von der Feder über die Inschrift ihres Leichen­steins, die einen wollen sie knrz und bündigHier liegt der Stein des Anstoßes, in der Bahn der deutsche» Einheit," die andern wenigstens lang nnd salbungsreich, es soll darin viel von Augusten und Mäcenen, wir haben sie bekanntlich oft zu gleicher Zeit schockweise gehabt, während die ganze Römerwelt sich mit einem Exem­plar begnügen mußte etwas weniges von Schiller und Göthe, Weimar, Jena und der deutschen Philosophie, zuletzt auch uoch und wie könnte das fehlen? von dem alsbaldigen oder schon erfolgten Untergange der Gemüthlichkeit im lieben Vaterland die Rede sein.

Indeß noch athmet die bewußte Dame, ja es ist ihr sogar wieder eiu Schim­mer von Nöthe auf den runzeligen Wangen angeflogen. Möglich, daß das blos eine Nachwirknng des Schreckens ist, der ihr durch die Glieder fuhr, als man sie neulich in Frankfurt einmal lebendig begraben wollte. Doch die Angst war