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Oeffentliche Charktere II : Johann Jacoby.
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neu wirklichen Inhalt zurück, um durch Gemessenheit zu impouiren. Daher hat er sich in die Clubs nicht eingelassen; er würde auch darin nichts ausrichten. Er will nur dnrch den Verstand wirken, durch die formelle Entweder-Oder Logik: Alles ist blau oder uicht blau, frei oder nicht frei," oder positiv gesagtradical oder reactionär," eine Logik, die in der Wissenschaft längst überwunden ist, die aber im Leben sich gerade jetzt unerträglich breit macht. Diese abstracte Logik verblendet gegen die Wirklichkeit, wie die Gewohnheit der Declamation, aber nach meinem Gefühl auf eine unangenehmere Weise. Denn der Phraseur ist doch wirk­lich ein PaihoS, wenn er sich auch zuerst hinein randalirt, aber die Abstraction blendet, ohne das Gefühl der Erhebung. Die Abstraction sührt leichter zum Fa­natismus als die Phrase.

Es ist aus dem Gange, den die abstracte Opposition in diesem von Natur ehreuwerthcn Charakter genommen hat, begreiflich, daß er sich in die Intriguen einer Partei einläßt, in der Held und ähnliche Subjecte eine Rolle spielen; daß er mit Brill u. s. w. eine» Abgeordneten der Untersuchung über die Theilnahme jener nichtswürdigcn Zeughausplüuderei entziehen will; daß er die ebenso infamen als lächerlichen Lügen der Meneurs seiner Partei ohne Weiteres als baare Müuze gelten läßt des guten Zweckes willen; daß er bei einer der wenigen Gelegen­heiten, wo er spricht ...... in der Bürgcrwehrfragc in wenig Sätzen eine Reihe

von Verkehrtheiten, eine Theorie zu Tage fördert, wie sie sich für die Placate des demokratischen Vereins schicken würde; es wäre wahrlich der Mühe werth, die Absurditäten dieser Bürgerwehrtheorie zu beleuchten, wenn uicht mit jedem Tage die Berliner Demokratie einen neuen Einfall austischte, gegen welchen der gestrige ein Kinderspiel war, wenn man in der Bcdlamsprache dieser nenen Pro­pheten nicht jeden Satz, der nicht geradezu nach dein Irrenhaus schmeckt, wie ei­nen köstlichen Fnnd begrüßen müßte ich sage, alles das ist begreiflich, denn die Abstraction macht zuletzt blind gegen alle Realität, gegen alle Wahrheit und alles Recht. Uud doch ist es mir unbegreiflich.

Merarische Novitäten.

l0) Geschichte des französischen Theaters während der ersten Re­volution. Nach dem Französischen von G. Schirges. Hamburg, Meißner und Schirges.

Es war vor einigen Jahren die allgemeine Klage unserer dramatischen Dichter, sie könnten kein gutes Schauspiel zu Stande bringen, denn wenn sie irgend einen su­blimen Gedanken erfunden hätten, so striche ihn der Censor, und wenn ihnen irgend ein origineller Charakter ausgegangen wäre, so versperrten ihm die Hvfbühnen die Thür, weil jede Originalität ein Verstoß gegen die Convenienz sei. Die Revolution ist nun