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Revue der deutschen Presse.
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sind es nicht, dann müssen sie dieselbe offen bekämpfen. Bei der jetzigen Zwitterstellung werden sie nie einen großen Einfluß gewinnen.

Endlich mögen sie sich davor hüten,realistischer sein zu wollen als der König," ccntralistischer als die Centralgewalt. In der besten Absicht können sie damit ihrer Sache vielen Schaden thun. Eine Partei darf den Bogen nie zu straff spannen, wenn sie nicht ans das äußerste gefaßt ist. Ein Beispiel. In einer Adresse an die Natio­nalversammlung erklären die deutschen Vereine als unerläßliche Bedingung eines Frie­dens mit Dänemark: die Einverleibung des selbstständigcn Schleswig-Holstein in das deutsche Reich, ohne daß ein Fuß breit Landes an Dänemark abgetreten werden dürfe; die Auslieferung eines Theils der dänischen Flotte; die Aushebung der Personal-Union; die Revision des Sundzolls. Wie in aller Welt soll Deutschland diese Forderungen durch­setzen, so laug es noch keine Flotte hat, so lang seine Stclluug zu England, Frankreich, Schweden, Niederlanden, Nußland, Jtalieu so unsicher ist, als in diesem Augenblicke!

Diese Fehler influiren auch aus die vom Verein herausgegebenen Blätter. Sie sind weder Zeitung, noch Revue, noch Parteiblatt im Sinne der Vaterlandsblätter, die für ihren unmittelbaren Zweck, das Lob der Vlum'schen Partei und den Tadel seiner Gegner, sehr verständig redigirt werden. Für die Sammlung einzelner kleiner Aufsätze über die Tagcsfragcn ist ein besonderes Blatt nicht Bedürfniß. Sie könnten in jeder Zeitung stehen, am besten in einer großen, die ungefähr die Farbe der Partei trägt. Wenn die Deutschen Blätter gedeihen sollen und das ist im Interesse der guten Sache, deren anerkenncnswerthe Vertreter sie sind, sehr zu wünschen so müssen sie sich entweder zu einer wirklichen Zeitung erheben, welche im Sinne der Partei alle Tagcsbegebenhcitcn darstellt oder zn einem Parteiblatt im engeren Sinne, wie die Batcrtandöblätter sind. Das letztere wäre weniger zn empfehlen, weil für größere Kreise diejenige Partei, die sich nur zierlicher, anständiger Waffen bedient, stets im Nachtheil ist. Außerdem ist eigentlich im Tageblatt Platz genug für beide Parteien.

Ein Cm'iosmn.

An den Herrn !>>'. Julian Schmidt, Red. der Gmizbotcn. Sie haben, in Ihrem Artikel Nr. 35 des Grcuzbotcn, mit Oeffeutliche Charaktere überschrieben, sich erlaubt, die Behauptung aufzustellen, daß die Leip­ziger Revolution (?) vom hiesigen Mnscum ausgegangen sei. Da dies eine völlig aus der Luft gegriffene, durch nichts bewiesene oder zn beweisende Behauptung ist, solche auch bei vielen Abonnenten des Museums, einen Übeln Eindruck gemacht, so ersuche ich Sie hierdurch, in der nächsten Nummer dieselbe zu widerrufen und sich noch heute mündlich mit mir zu benehmen, außerdem ich gezwungen bin, eine bereits zahlreich unterzeichnete Beschwerde beim hiesigen Polizei-Amt einzureichen. Leipzig den 4. September 1848. Ergcbcnst

Türck, Inspektor des Museums.

A n t w o r t.

Zn einerBenchmung" mit Ihnen sehe ich keine Veranlassung. Ob ich in mei­nem Interesse über die fragliche Stelle des AufsatzesOeffeutliche Charaktere" etwas veröffentlichen werde, das wird wenigstens nicht von der Aufforderung eines oder meh­rerer Mitglieder des Museums abhängen. Ich muß cS daher Ihnen überlassen, auf