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Frage zur Abstimmung kam, ob man Bedingungen oder Wünsche stellen solle? Schäßbnrg entschied sich, da die magyarischen Stände keine Bedingungeu annehmen wollten, um die Union nicht unnöthiger Weise noch zu verzögern, blos für Wünsche, verstand jedoch darunter nicht eine Unterwerfung auf Gnade oder Ungnade. Der Entschluß der magyarischen Stände, den Unionsbeschlnß schon in der nächsten Sitzung durchzusetzen, war nicht mehr abzuändern, sie durch fernere Widersprüche noch mehr zu reizen, gefährlich; und da es überhaupt wenig darauf ankam, ob man Bedingungen oder Wünsche stellte, wenn nur die Rechte der Sachsen gerettet wurden: so beschloß die Versammlung, iu der Landtagssitzung des folgenden Tages blos Wünsche vorzubringen. Den Auftrag, diese Wünsche auszusprechen und den Beitritt der Sachsen zur Union vor den Ständen auszusprechen, erhielt der krvnstädter Abgeordnete Elias Roth.
Vom Reich.
IV.
Des Merzen Jdus sind nun vorüber und Cäsar hat nicht geblutet. Welcher vaterländisch gesinnte Reichsphilister hörte nicht im Geist am 6. August ein allgemeines, theils offizielles, theils aber höchst aufsässiges Hurrah, mit einem lieblichen Accompagnement vou Katzenmusiken, Steinwürfen und ähnlicher gesinnungsvoller und wohlmeinender Opposition gegen die vermessenen Reactionärs, die ans eine freche und unehrerbietige Weift dem tel est notre xl-üsir des souveränen Rcichskriegsministcrs den Gehorsam vorzuenthalten wagten! Es ist nichts geschehen; wo man Hurrah gerufen hat, war es gut, wo es nicht geschah, waren es nur die Gänse des Capitols, die einen Lärm darüber erhoben und man erwartete vergebens den Schlachtruf der in der Dämmerung heranrückenden Gallier. Herr v. Peucker nahm das tmt »ccompli hin, so gut es geheu wollte, und nur die Radikalen, die selber gegen die Unverantwvrtlichkeit des neuen Herr« so lebhaften Prorest eingelegt hatten, waren außer sich darüber, daß Fürsten sich ihrer Ansicht anschlössen. Man hatte früher nur Preußen im Auge gehabt, als würde der norddeutsche Hochmuth allein es nicht zulassen, zu Ehren des östreichischen Prinzen die Trommel zu rühren und uun hat sich gefunden, daß Oestreich selber Bedenken erheben mußte, daß ein streng demokratisches Cabinet es nicht sür geeignet ansah, seine aus verschiedenartigen Nationen zusammengesetzten Heere die Tricolore des Reichs anstecken zu lassen, wofern sie nicht zu Neichszwecken verwendet würden.