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Humoristische Gassenanweisungen.
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Humoristische Caffenanweisungen.

Einem Hvchlöblichcn Magistrat der Residenzstadt Hannover zeige ich hierdurch NMust an, daß derselbe jedenfalls eine von den zwei Tugenden dcS größten Shakespearcschen Helden besitzt, witzig zu sein oder witzig zn machen. Und ich danke ihm herzlich dafür. In dieser Zeit fanatischen Eifers, wo die politische Weisheit des deutschen Volkes aufgeschossen ist, wie ein Niesenpilz nach einer Gewittcrnacht, thut es unendlich wohl, Jemanden zn finden, der mit souverainer Ruhe hernieder blickt aus das grimmige Gedränge unserer Tage, und ans die Stirnrunzcln der aristokratischen und demagogischen Möpse, die sich wegen des Leckerbissens, der Herrschaft über das Volk, gegenseitig anbellen. Ja meine Her­ren, in Hannover in Ihrer Mitte hat die fröhliche Laune das letzte Asyl gefnn- den, und wenn ich zufällig der erste bin, der dies öffentlich anerkennt, so nehmen Sie doch die Versicherung, daß das deutscht Volk sich nnr deshalb scheinbar mit Erzherzögen und Emeuteu beschäftigt, um seine liebevolle Zärtlichkeit sür Sie, Hoch- löbliche Herren, schamhaft zu verhüllen. Denn Ihnen gebührt der ewige Ruhm, da humoristisch geworden zu sein, wo bis jetzt wenige Sterbliche gewagt haben, anders als gemein zn empfinden; Sie haben der Satyre ein neues Reich erobert, das Papiergeld. Auf den Fünfthalerscheinen, welche Sie mit Ihrem Namen ge­schmückt vor längerer Zeit auszngcbcn die Gefälligkeit hatten, ballen z>vei geflü­gelte Genien am Bindfaden die gedruckte», verhängnißvollen Worte: zahlbar zu jeder Zeit bei der Stadtcasse. Diesen Genien, welche gewissermaßen die Schutzengel der Stadtcasse vorstellen, würde nach der Väter Brauch die vielver­sprechende Aeußcrnug in Form eines Zettels zum Munde herausgehangen haben, wir danken Ihnen auch dafür, daß Sie dieselbe viel geschmackvoller und eben so bedeutsam uutcr dem Gesäß der Kleine» angebracht haben. Während nun aber die Schutzengel der Stadtcasse i» der angedeuteten Weise eine Garantie dafür übernehmen, daß der Fünfthalerschein kein gewöhnlicher Wisch, sondern ein wcrth- vvllcs Kleinod sei, heben Sie zu gleicher Zeit die andere Hand malerisch in die Höhe und kratzen sich im Kopfe. Ja, meine Herren, Sie k sich allerdings im Kopfe und beim Zeus, recht nachdrücklich und absichtlich thun Sie das. Es ge- ^'te nicht nur Muth uud Selbstgefühl, es gehörte auch geniale Erfindnngstrast gerade die Schalkhaftigkeit der nackten Engelchen zn so diplomatischer Alle- tt"ue zu verwenden; wie wohlgenährt sehen sie aus, wie zierlich halten sie den Bindfadennd rufen gleichsam dem Beschauer zu: hier sitzen nzir, nach «"ten ga- rantrren wir,ach oben k drücken wir unser Bedenken darüber durch die Pan­tomime wohlwollender Verlegenheit aus.