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Jakoby's Händen den Zettel nahm, auf dem die berühmten Worte verzeichnet standen. Guter Jakoby! So wird man kein Mirabeau; auch nicht wenn die Demokraten Ihnen einen Fackelzug bringen und die Straßenjungen ausschrcien: „Die Antwort Ja- koby's an den König." — „Bewunderung von Kindern und Affen, wenn danach Euch der Gaumen steht." —
Wie iinsere Zukunft sich gestalten wird, das liegt noch im Schvoße der Götter. Mag die Redlichkeit und Selbststäudigkeit Brandenburgs noch so groß sein — persönliche Ehrenhaftigkeit und Besonnenheit wenigstens hat er in Breslau bewiesen, daß es ein Unglück wäre, wenn der König bei der Wahl Brandenburgs beharrtc, darüber herrscht nur eine Stimme, der Ausgang der Wiener Empörung ist ein gar zu lockendes Vorbild. Die telegraphische Depesche von der endlichen Uebergabe der Hauptstadt erhielt der König gerade während der Anwesenheit der Deputation. Die Kammer aber möge dem eingeschlagenen Wege getreu bleiben und sich hüten, die Revolution für permanent zu erklären, indem sie den Boden des Konstitutionalismns verläßt, die Einsetzung eines Wohlfahrtsausschusses gibt dem Könige das Recht an die Kartätschen zu appellircn — Revolten und Kanonen sind die letzten Mittel beider Theile und das Land wird schließlich den verfluchen, der jetzt zuerst zu ihnen greift. —
Man tröstet sich hier noch immer mit der Hoffnung, das Ganze sei nur eine Komödie des Dekorum's Wege», der König wolle zwar seinen Willen nicht ändern, Brandenburg aber sein Mandat zurück geben. , Einige Wahrscheinlichkeit gewinnt diese Hypothese dadurch, daß es gerade immer die Mielcutzcr sind, die vorläufig allen andern Discussioncn durch Vertagung vorbeugen, anch ist soviel sicher, daß mit Unruh und Nodbertus Unterhandlungen angeknüpft sind. Gott gebe, man wahrte das Decornm nicht wieder so lange wie am 18. März! Offenes Nachgeben auf die ganz konstitutionelle Bitte der Kammer wäre offner und königlicher gewesen. ........ Kann sich übrigens
irgend ein Kabinet in dieser nndisciplinirten Kammer halten, bleiben die Parteien wirklich zusammen, auch nachdem ihre Führer Portefeuilles erhalten haben, so ist es jedenfalls doch nur dann möglich, wenn man alle drei Fraktionen der Centren — Harkort, Unruh, Nodbertus - - bei Bildung des Ministeriums berücksichtigt. Jedenfalls aber muß sich dasselbe durch ehrliche Erklärungen und schnelle Reformen eine Stütze im Volke nnd in der deutschen Ccntralgewalt verschaffen, die über unsere Versammlung herausgeht und im Nothfalle die Auflösung derselben möglich macht. Es ist dies um so nothwendiger, da mit Frankfnrt in kurzer Frist die ernstesten Kollisionen zu fürchten sind. Die Reichsminister fordern nämlich den König auf, dem ersten Paragraphen der Verfassung seine Bestätigung zu versagen, da derselbe mit den Beschlüssen, welche in der Paulskirche über Posen getroffen sind, im Widersprüche steht. —
Aus Prag.
Wie die Ezechen mit Zuversicht erfüllt werden durch die imponirende Stellung des Baron Jcllachich vor Wien, nnd durch seine siegreichen Operationen gegen die Magyaren, so werden wieder die Deutschen dnrch die Haltung der östreichischen Dcpntirten in der Paulskirchc. durch die parlamentarische Eroberung des deutschen Oestreichs in Frankfurt mit neuer Hoffnung belebt. Jedenfalls steht die Sache der Ezccben besser, nnd in der gesetzlosen Macht des Banns und seiner allgewaltigen Verbündeten liegt weit mehr Realität als in dem machtlosen Gesetz der Paulskirche. Die meisten Ocstreicher, die