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Die östreichische Frage in der Paulskirche : vom Reich. II.
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Aber mit dem Siege des Militärs ist es nicht abgethan. Aeußere Ruhe ist noch keine Quelle eines politischen Organismus. Es kommt darauf an, daß die herrschende Partei den Muth hat, den einzigen Gedanken auszuführen, der Oest­reich regeneriren kann.

Mit diesem Reichstag ist nicht zu regieren. Seine ganze Zusammensetzung ist eine sinnlose. Mit dem Absolutismus eben so wenig. Das würdige Verhalten der Czechen in den letzten Tagen, ihre Intervention zu Gunsten ihrer besiegten Gegner gibt den Fingerzeig.

Der Reichstag muß aufgelöst und in jeder Provinz Böhmen, Deutsch- Oestreich, Italien, Ungarn, Galizien, Siebenbürgen, Kroatien mit Slavonien eine Versammlung einberufen werden, mit der die Krone zunächst die Reorgani­sation der Provinzen vereinbart. Ein Centralausschuß aus diesen Provinzialständen steht der Regierung controlirend zur Seite. Aus ihm geht später der Reichs- congreß hervor, der den Entwürfen der Provinziallandtage, so weit sie nicht ein­ander aufheben, Gesetzeskraft gibt,

Wenn Oestreich auf diese Weise natürlich auf rein demokratischer Grund­lage sich reorganisirt hat, wenn gleichzeitig Deutschland mit seiner Constitui- rung fertig ist, denn werden beide Theile ihr Augenmerk darauf richten, ob und welche Verbindung zwischen ihnen möglich ist.

Bis dahin bringt aber jede Einmischung des einen Theils in die Angelegen­heiten des andern unvermeidliches Verderben.

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Das demokratische Vorparlament in Berlin.

Gerücht ist eine Pfeife, heißt es bei Shakespeare, die Mißtrauen, Eifersucht nnd Vermuthung bläst, und von so leichtem Griff, daß selbst die wandelbare, immer hadernde Menge darauf spielen kann. So stand hier in Berlin vor einigen Tagen ein Dutzend Menschen vor demenglischen Hause" in der Mohrenstraße. Wer mit einer Karte versehen war, den ließen die Thürsteher ein, edle Gestalten in Husarenjacken, rothe Binden um den Leib und rothe Federn ans dem Hut. Im ersten Stock kam man iu einen kleinen Saal, eiu rothes Band trennte die Hörenden von den Rednern, ein Tisch auf einer Erhöhung für den Präsidenten, einer auf ebner Erde für die Deputirten und für das Publikum zwei schmale Tri­bune,,. Die Farben der Republiken von Nordamerika, der Schweiz und Frank­reich, vor allen aber rothe Flaggen waren längs den Wänden aufgestellt. Ueber Vorurtheile war man hinaus, man behielt den Hut auf dem souveränen Haupte und rauchte seine Cigarre zu Ende. In Bausch und Bogen waren etwa zwei-