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Aus London.
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die er eben drucken lassen will; die Familie will ihn jedoch nicht anerkennen. Eben so hat sich jetzt eine Tochter von Lord Nelson nnd Lady Hamilton gefunden, die die Verfasserin des RomansJane Ehre" ist, der so viel Anfsehn erregte und eben schon eine zweite Auflage erlebt hat. Augenblicklich sindThe Halssistcrs" von Miß Jews- burg die Neuigkeit des Tages.

Ämely.

īs Stuttgart.

Die Tumulttcige.

Auch wir haben am > 0. und I I. einige Tumulttage gehabt, aber Dank dem guten Sinn der hiesigen Bürgerschaft, es ist kein Blut dabei geflossen, tüchtige blaue Flecken ist Alles, was die Tumultuautcn davon getragen haben. Schon seit einiger Zeit und besonders seit dem Ausgang der Frankfurter Versammlung, klärte sich die öffentliche Meinung, die bis dahin thcilweisc einem trüben Chaos geglichen hatte, immer mehr ans, nnd zwei festere und zusammenhaltende Parteien begannen sich zu bilden. Die Eine, den bei weitem größern Theil der hiesigen Bürgerschaft zählend und moralisch dnrch bedeutende Autoritäten, namentlich die frühere Kammeropposition verstärkt, wollte im Sinne der Frankfurter Majorität die Freiheit uud die constitutionelle Monarchie geschützt sehen, die Andere aber, größtcntheils ans unbeschäftigte Gesellen und junge Brauseköpfe sich stützend, hatte die gleichen Ansichten wie die Frankfurter Minorität, welche aus so ungeziemende Weise damals den Versammluugssaal verließ. Weder an Zahl ihrer Mitglieder, noch an geistiger Bedeutung ihrer Führer, war letztere Partei, die sich wieder in verschiedene Schattirungen theilte, von großem Gewicht, nnd es hatte für den ruhigen Zuschauer etwas Possierliches, ihre mannigfachen Manöver und ihr wildes Geschrei, womit sie ihre innere Ohnmacht zu übertünchen suchte, zu beobachten. Bisher hatte sie ihre Hauptthätigkeit entfaltet in unbeschreiblich rohen Adressen ge­gen den König von Prcußcu u. s. w., was deu Kern der hiesigen Bevölkerung, so geringe Sympathien derselbe auch für Preußens Regenten hegt, anwiderte, jetzt aber wandte sie sich auch den einheimischen Angelegenheiten zu. Besonders mußte ihr daran gelegen sein, sich Einfluß bei der Wahl der Vertreter Würtembergs für das deutsche Parlament zu sichern, uud sie war nichts weniger als ängstlich in der Wahl ihrer Mittel. Aber gerade dieser unangemessene, in förmlichen Terrorismus ausartende Eiser hat zu ihrem jetzigen Sturz beigetragen. Dazu kam noch, daß die constitutionelle Seite sehr durch die Entlassung des Gehcimraths-Präsidenten v. Maucler, allgemein der Metternich Würtembergs genannt, und die Versetzung des unbeliebten Gouverneurs der Stadt, Grasen Lippe, gerade in den letzten Tagen Mim Zuwachs erhalten und fester wie je entschlossen war, eine Regierung, die in ihren oberen Stellen jetzt auch kein einziges reaktionäres Element mehr besitzt, kräftig zu unterstützen. So ward denn am 10. des Abends unter ziemlich ungünstigen Auspicien sür unsere Republikaner eine Bürgcrversammlung im großen Saale des Bürgerhauses" gehalten. Obgleich dieser Kops an Kopf gefüllt war, so stand doch eine große Menge noch in allen Nebensälen, auf den Treppen, Fluren und auf der Straße. Besonders viele ruhigere Bürger wa­ren unter Letzteren, während die Republikaner sich oft durch gewaltsames Eindringen mehr Platz im Saal selbst zu verschaffen wußten. Diesen Umstand benutzend, schlugen einige Redner dieser Partei vor, es sollten jetzt gleich hier im Saale Namen, die zur