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Der unglückliche Hofmeister oder Wie es in Böhmen noch ist : Novelle. I. Der Reisewagen.
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Asyl war ihr !->, nonlv nur als zweibeiniges Federvieh, I'öiv nur als schweiß- briugeude Jahreszeit und Pautalou als ciu nothwendiges Garderobcstück ih­res Gatten bekannt von der wettern Bedeutung dieser Worte hatte sie nur eine ganz unvollkommene Idee, und mußte daher den Herren, die sie aufforderten, mit wehmüthiger Stimme absagen. Als die Quadrille zn Ende war, winkte sie ihre Schwester herbei und flüsterte ihr die leise Bitte iu's Ohr, der Hofmeister möge doch den schönen Galopp spielen, den er hente früh zum Besten gegeben. Die Gräfin entsetzte sich wie billig über diesen Wuusch:Da Du die Quadrille nicht getanzt hast, so darfst Dn gar nicht tanzen was würden denn die Leute sage», wcuu Du auf ciumal mit Deiner Korpulenz galoppiren wolltest!"

Die Baronin beschied sich mit stiller Traner, denn tanzen ist ans dem Lande, wo man so wenige nlaisirs hat, eines der hauptsächlichstcu und mau cutsagt keinem schwerer, als diesem.

Der Hofmeister mußte eine Meuuet, dauu noch eine iriml^ist: spielen. Bei dieser letzteren wurde das Mißvergnügen der Baronin auf deu höchsten Grad gesteigert. Sie saß, sich bequem ausstreckend, auf dem Sopha uud war bereits schläfrig und verdrossen. Mit einem Male hüpfte eine Dame etwas zu nahe an dasselbe, und ihr Tänzer trat der Baronin mit bewnndcrns- werther Schnelligkeit zwei Mal auf deu eugbeschuhteu Fuß. Sie zog ein jämmerliches Gesicht, daß der Täuzer seiuPardon Madame!" nur mit größter Anstrengung, das Lachen zu verbeißen, herausbrachte. Sie erhob sich daher freilich etwas zappelud, uud machte Miene sich zu entfernen: die Gräfin, die das Tanzen ebenfalls übcrdrüßig war, winkte dein Bedienten ihr voran zn leuchten, und als Bctti sie in ihrem Zimmer auskleidete, war sie im übelstcu Humor und stand dabei fortwährend auf einem Beine.

Das Hühnerauge.

Als Bctti hinausgegangen war, uutersuchtc sie ihreu getretenen Fuß, dessen kleiue Zehe mit einem bohncngroßcu Leichdorn Hierlands Hühner­auge - - behaftet und breuneudroth augclaufeu war. Sie goß Wasser in das Lavoir, und preßte deu Fuß hinein, umsonst es wollte nicht helfen.. Da hörte sie den», daß, nachdem drüben die Musik verstummt war, der Hof­meister auf seiue Stube kam, die, wie schon gesagt, an die Ihrige stieß. Sie hüpfte daher an die Thüre, was in Betracht ihrer Corpulcuz, uicht ohne alles Geräusch möglich war, im Gegentheil alle Meubles in der Stube mit sammt dem Ofen in eine vibrircnde Bewegung brachte, schob deu Nachtricgel zurück und klopfte. Der Hofmeister, eben im Begriffe den Nock auszuziehen,^