Beitrag 
Die Warnungen des Hungerjahres.
Seite
4
Einzelbild herunterladen
 

guten Folge» haben; aber es wird vor Allem die erreichen, den kleinen Ackerbau auf Kosten der großen Viehzüchter herabzudrücken, und zwar weil hier wie überall das Bedürfniß nicht von einem Geiste allgemeiner Ueber­sicht und Anordnung, sondern von dem der Privatspeculation ohne höhere Aufsicht und Leitung, beherrscht wird.

Auch in Bezug auf die Organisation des Staates, die Form der Re­gierung, ließ sich eine schüchterne Stimme in der Pairskammer hören. Herr Viennet machte darauf aufmerksam, daß viele Gemeinden Steuern für ihre Armen ausgeworfen, aber bis jetzt die Zustimmung der Regierung von Pa­ris für diese Ausgaben nicht hätten erhalten können. Der Unsinn der Ue­bercentralisation wurde ein klarer. Jede Gemeinde muß nach Paris berich­ten, und ihr Bericht die endlose Kettenreihe von Instanzen nud Bureau's durchlaufen, wenn sie einschreiten null, nm zu verhindern, daß ihre Armen verhungern. Das ist der Grundsatz bis ins Absurdnm durchgeführt. Aber der Grundsatz herrscht überall mehr oder weniger, nicht allein der der Ue- bercentralisation, sondern insbesondere der der Bewachung jeder äußeren Handlung, jeder äußeren Thätigkeit der Menschen, der Gemeinde, des ganzen Staates, mit vollkommener Vernachlässigung der inneren Bedürf­nisse, der Völker unserer Zeit.

Das waren die Stimmen der höheren Regionen. In den untern wnrde eine andere laut. Mit Ausstand, Brandstiftung, Plünderung nnd Mord hieß es hier:Nieder mit der Bourgeoisie!" Jene waren die Warnung der Gegenwart, diese die Drohung der. Zukunft, weuu diese über­hört werden sollte. Und die Verhältnisse gleichen sich überall mehr oder weniger.

Das Hungerjahr redet ein lautes Wort:Wahrt Euch!" Wird seine Warnung verstanden werden? Wo nicht, dann wird die Drohuug sich ver­wirklichen. Rechnet darauf!

I.-Y.