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Flüchtige Reisebriefe. I.
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Flüchtige Reifebriefe.

i.

Ostende.

Deutsche Flotte. Ein französisch-deutscher Kellner und eine Hutschachtel. Zum ersten Mal am Meere- Mcerweibchen und Meermännlein. Das flandrische Volk und die deutschen Badegäste.

Es ist der heiterste Morgen von der Welt, lieber Jgnaz, und ich benutze das Stündchen Frist, welches mir Princeß Mary läßt, um dir einen flüchtigen Gruß zu senden. Princeß Mary nämlich ist eine Engländerin von etwa zweihundert Pferdekraft, mit der ich über die grüne Nordsee nach England reisen will. Laß dir erzäh­len. Du kennst Freund W- und seine gemüthvvlle kleine Frau, die mir nur aus ihren Briefen bekannt sind und die ich schon ein­mal auf ihrer Pilgerfahrt zu den Ruinen Roms und den Wundern Neapels in Gedanken begleitete. Diese liebenswürdigen Landsleute, mit denen ich in der Heimath nie zusammenkam, wollen mir ein Rendezvous in Brüssel geben. Ich eile dahin und komme 48 Stunden zu spät. Sie seien nach Ostende, sagt man mir. Ich fahre nach auf Flügeln des Dampfes und komme gestern Abend hier an mit einem gräßlichen Kopfschmerz.

Wäre ich wie einer von unsern nationalen Meerbetrunkenen, deran den Brüsten der Nordsee säugt", während er in Berlin sitzt und vielleicht philosophischen Thee trinkt, so würde ich dir mit pa­thetischen Worten erzählen, daß ich direct vom Bahnhof an das Ge­stade lief, anbetend auf meine Kniee fiel und im Anblick der heiligen Salzfluth Kopfschmerz, Zahnschmerz, Weltschmerz und alle möglichen

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