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Eine Grubenfahrt.
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Gine Grubenfahrt.

Im Jahre 1839, noch als Student, besuchte ich in den glück­lichen Ferienmonaten einen alten lieben Freund und Studiengenossen in seiner stillen Heimath, dem kleinen böhmischen Dorfe Duschnik. ES gefiel mir da und ich blieb Tage und Wochen, und je länger ich blieb, desto mehr gewann die ganze, düstere Welt, die das Dorf umgiebt, an romantischen Reizen. Duschnik liegt in einem stillen, durch Wälder und Berge von aller Welt geschiedenen Thale; Es ist ein tiefes Thal die Lüfte schweigen, Des Baches Wellen lispeln kaum im Flieh'n, Kaum daß die Stürme, die darüber zieh'n, Der Ulmen ruhevolle Wipfel neigen." Der Bach Litawka, der unfern in den schwarzen Schluchten ent­springt, durchrieselt oder durchtobt, je nach der Jahreszeit und treibt stundenweit Nad an Rad bei Mühlen und Hämmern aller Art. Denn die ganze Gegend ist von Metalladern durchzogen, die hier ausgebeutet und geschmolzen und verarbeitet werden. Daö giebt der Gegend diesen finstern Charakter. Wohin man sieht: auf­geworfener Erdboden, schwarze Erde, Kohlen und aufsteigender Rauch. AuS der Schlucht, in welcher die Stlberschmelzhütte liegt, ringt eS sich ewig qualmend hervor, wie aus den Höllenschlünden des Dante, und zieht einen schwarzen Vorhang vor das sonst schon mürrische Gesicht deS Berges Trzeboschna. In der Nacht hört man von nah und fern die Schläge, das Pochen der Eisenhämmer, wie die PulS- schläge der schlafenden, von bösen Träumen geplagten Natur. Zu alle dem kommen noch die bleichen Gesichter der Bergleute, die in