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Royer-Collard.
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Royer-Collard.

Der so eben verstorbene französische Deputirte Nover-Collard ist ein schlagender Beweis für die Nichtigkeit des menschlichen Ruhmes in Uebergangsepochen, in jenen Zeiten, in welchen die alte Ordnung der Dinge nicht mehr und die neue noch nicht eristirt, in jenen Zei­ten, wo AllcS Menschen und Dinge nur versucht wird, wo nichts Stich hält, nichts dauert, wo für einen Namen, welcher fort­lebt, für einen Debanken, welcher bleibt, tausend Gedanken, tausend Namcn auftauchen, einen Tag lang glänzen und dann verlöschen: Rover-Collard hat länger als einen Tag geglänzt, Rover - Collard war einige Jahre hindurch der mächtigste Redner der Kammer und der beliebteste Anhänger der Monarchie in ganz Frankreich. In dem Augenblicke, in welchem sieben Wahlcollegicn sich um die Ehre strit­ten, ihm ihre Vollmacht zu übergeben, trugen die Weiber der Halle seine Köchin im Triumphe herum, hallte die französische Presse von Lobpreisungen desselben wieder. Was blieb von allein diesem Lärm übrig? ein Echo, welches von Tag zu Tag schwächer wurden einige schöne Reden, verscharrt in dem Moniteur, jenem ungeheuern Kirch­hofe, den blos fleischfressende Thiere durchwühlen, welche man Bio­graphen nennt. Und doch gehört Rover-Collard der Geschichte an, denn er ist enge verknüpft mit allen Erinnerungen an eine Epoche, die nicht ohne eine gewisse Größe war.

Pierre Paul Rover-Collard wurde zu Sompuis in der Cham­pagne am 21. Juni 1763 geboren und stammte aus einer in ihrer Gegend sehr angesehenen Familie von ackerbauenden Grundbesitzern.