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Wanderstrophen aus Rußland.
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Wanderstrophen ans Rnßland.

Von Emil Mecklenburg.

I.

Ihr wollt von Rußlands Kaiserstadt erfahren:

Wie schön sie sei, wie prächtig, imposant?

Ich möchte mir die Relation ersparen.

Ehrlich gesagt: mir ist noch nicht bekannt

(Vielleicht kommt die Bekanntschaft mit den Jahren,)

Worin die Schönheit einer Stadt bestehe,

In der ich Himmel nur und Häuser sehe.

Was ist ein Haus, ein Tempel, ein Palast? Ein seelenloser Klotz aus todten Steinen, Der Lebendes und Schönes in sich faßt. Er selber kann das Leben nicht vereinen, Mit einer starren Größe tragen Last, Des armen Nichts erbärmlich großem Scheinen. Das Große, Ungeheure der Natur Bringt es verzweckt in Winkelmaße nur.

Daß Menschenhände es gemacht — das eben Will gar nichts sagen: auch die Thiere bauen. Der Biene kluges Architcktenleben, Ist intrcssanter als das menschliche zu schauen. Dem Schönen fehlet nie die Seele, Leben, Drum fängt es an auf lebensfrischcn Auen, Und strahlt in seiner höchsten Blüthenfülle, Wo es dem Geist die anmuthvollste Hülle.