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Briefe aus Ungarn.
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Briefe aus Ungarn.

Der unter dem Namen Vede^let am Schlüsse des abgelau-- fenen Jahres unter der Leitung des Grafen L. Vathyany und des Journalisten Kvssuth gebildete Verein, der die Tendenz hat, die ungarische Industrie gegen das Uebergewicht der österreichischen zu schützen und seinen Mitgliedern das Gelübde abnimmt, keine andern Stoffe zu kaufen, als solche, die im Lande selbst erzeugt worden, ist gegenwärtig zur Zeitungsnote geworden und man kann kaum ein deutsches Journal in die Hand nehmen, ohne in jeder Nummer min­destens eine kurze Notiz, eine satyrische Anekdote oder eine absprechende Bemerkung darüber zu finden. Die Quelle aller dieser Corresvondenz- berichte sind Wien und Pesth, und wenn man auch hier oder dort einen andern Ort bezeichnet liest, so ist dies doch nur eitel Spiegelfechterei und der Kampf wird lediglich aus diesen beiden Lagern geführt, in denen sich die beiderseitigen Interessen verschanzt haben. Es ist über diesen Gegenstand schon so viel geschrieben und debattirt worden, und namentlich hat die von Baron Zedlitz und Herrn Pulsky in der Augsburger Allgemeinen Zeitung geführte Polemik die Sache in sofern nach allen Seiten aufgehellt, daß sich jener Theil des Publi­kums, der sich aus'gegenseitigen Widerlegungen ein sclbstständiges Urtheil zu bilden im Stande ist, bereits ziemlich im Klaren befinden dürfte; auch die geheime Geschichte dieses Vereins denn er hat eine solche ist, wenigstens an den Endzipfeln des Tuches, welches sie verdeckt, gelüftet worden und der Schreiber dieses fühlt sich keineswegs berufen, die Enthüllung zu vervollständigen, selbst wenn es unter den jetzigen Umständen, wo das Schicksal des Schutzvereins eben entschie­den werden soll, nicht taktlos und absichtlich erscheinen müßte. Es