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Tagebuch.
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433
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T a g e b u ch.

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Aus Wie«, i.

Eröffnung der Eisenbahn von Wien nach Ollmütz Festlichkeiten. Preise. Verhältniß der Journalistik zum Staate. - DieWiener Zeitung" und der Beobachter."

Die Eröffnung der Staatseisenbahnstrecke von Ollmütz nach Prag hat bereits stattgefunden, wozu sich von hier aus ein Jug von 7l)y zu dieser Feierlichkeit geladenen Gasten in Bewegung setzte, der sich in Ollmütz noch bedeutend vergrößert haben muß, da sich dort noch mehrere hohe Staatsbeamte und die Stände des Landes anschlössen. Die glückliche Ankunft des Festtrains wurde durch eine zu diesem Zwecke von Prag hierher entsendete Locomotive gemeldet, die den gro­ßen Weg zwischen diesen beiden Städten in sieben Stunden zurück­legte. Der Festtrain selbst brauchte, einschließlich der den Tafelfreu­den gewidmeten Zeit, 14 Stunden, um diese Strecke zu durchfliegen. In Ollmütz und in Prag haben von Seite der Landstande besondere Festlichkeiten stattgefunden und die Staatsverwaltung selbst hatte für die Feier dieser Tage die Summe von 36MY Fl. C.-M. angewiesen. Außer einem Versehen, das in seinen Folgen halb ärgerlich, halb ko­misch war und darin bestand, daß der mit der Anweisung der Nacht­quartiere in Ollmütz beauftragte Commissär die Wohnungsliste ver­lor und nun die Gaste beim Äussteigen nicht wußten, wohin sie sich begeben sollten, ging Alles glücklich vorüber. Der Erzherzog Franz Carl war Stellvertreter des Kaisers und wurde von seinem Oheim, dem Erzherzog Palatin, begleitet.

Dieser Eisenstraße steht eine glänzende Zukunft bevor und sie erscheint uns in jedem Falle in mehr als einer Beziehung wichtiger, als die Linie nach Triest, bei welcher blos das Handelsinteresse in's Spiel kommt, indeß hier das nationale Element und der materielle Anschluß an das benachbarte Sachsen als vorwiegend auftritt. Die Preise der Staatsbahn sind wie auf der andern zwischen Marzzuschlag