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Ein deutsch-französisches Bündniß und der gesammtwissenschaftliche Verein der beiden Rheinufer.
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Gin deutsch-französisches Bündniß

und

der gesainmtwifsenschaftliche Verein der beiden Rheinufer.

Die Verhältnisse der Völker zn einander zeigen im Großen die­selben Erscheinungen, welche wir in den Beziehungen der Einzelnen zueinander beobachten; in beide» nehmen wir zwei entgegengesetzte Richtungen wahr: das Streben nach Sclbstständtgkeit und Unabhän­gigkeit auf der einen Seite, das Streben nach Vereinigung und Ge­sell schastung ans der andern.

Sie sind sich völlig entgegengesetzt, wie Centripetalkraft und Centrifugalkraft. Sollen wir also beiden zugleich folgen, oder muß eine Wahl getroffen werden? und wenn wir beiden folgen müssen, wie ist eine Vereinigung des Entgegengesetzten möglich?

DaS Streben nach Selbstständigkeit allein führt in die Tonne des Diogenes oder in die Zelle des Einsiedlers; und doch stehn Dio­genes und der Einsiedler immer noch in Beziehungen zu der mensch­lichen Gesellschaft; sie sind noch nicht ganz unabhängig, selbstständig; das könnte nur ein Robinson auf der einsamen Insel sein. Aber Robinson, den uns Fov und nach ihm Kämpe und Andere geschil­dert haben, ist ein Unding, eine Unmöglichkeit. Der Mensch bedarf der menschlichen Gesellschaft zum Leben, wie der Fisch des Wassers. Setzt einen Einzelnen auf eine einsame Insel, er wird die Sprache verlieren, zum Thier herabsinken, wahnsinnig werden und in seinem Jammer den Geist aufgeben!

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