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Tagebuch.
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224
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T a g e u cl^.

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Aus Wien.

Die Jesuiten in Frankreich und Oesterreich. Die Leiden eines Polizeidirec- tors. Beamtenwaglstück. Der unverletzliche Postillon. Literatur.

Pokern»).

Sie können leicht denken, welchen Eindruck der Vertrag Frank­reichs mit dem römischen Stuhle in Bezug auf die Jesuiten hier her­vorgebracht hat. Während der Orden bei uns in aussteigender Linie sich befindet und Schritt vor Schritt mehr Boden gewinnt, hört man von Paris von der Auflösung seiner Etablissements und nicht etwa aus dem verschrieenen Wege der Revolution, des Voltairianismus und wie alle diese Titel heißen, mit denen man gewisse französische Regie­rungsprinzipien hier belegt, sondern auf so katholisch und diplomatisch regelrechten Wegen, daß unser eigenes Cabinct es nicht anders zu machen gewußt hatte! Daß alle die Nachrichten über diese Angelegen­heit so viel als möglich in unsern Blattern vermieden wurden, ist leicht zu begreifen. Unsere Wiener Zeitung brachte nur einige spärliche Aus­züge aus dem Journal des Debats, konnte aber nicht umhin, die No­tiz hinzuzufügen, die ich so eben in der heutigen Nummer lese:Trotz allen angekündigten Maaßregeln und selbst nach dem Entschlüsse des Jesuitcngencrals kann doch von einer wirklichen Ausweisung der Je­suiten in Frankreich nicht die Rede sein. Dieselben haben zu viel Freunde und unendliche Verzweigungen in Frankreich, als daß die Sache mit einem Machtspruche abgethan wäre." Wer hat der Wie­ner Hoszeitung dieses gesagt ? Leitende Artikel sind nicht die Sache die­ses Blattes, warum verirrt sich plötzlich diese Notiz in seine Spalten? Die Gegner der Jesuiten und sie zählen hier manchen nicht unmächtigen schöpfen aus dem französischen Ereignis) neuen Muth. Aber Tieferblickende behaupten, es sei wie ein Strom, den man auf der einen Seite eingeengt hat und der nun auf der andern sich einen Weg durchbricht; der Stoß nach Oesterreich werde jetzt um so gewal­tiger sein, da er an Frankreich abgeprallt.