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Aus Wien.
Die Jesuiten in Frankreich und Oesterreich. — Die Leiden eines Polizeidirec- tors. — Beamtenwaglstück. — Der unverletzliche Postillon. — Literatur. —
Pokern»).
Sie können leicht denken, welchen Eindruck der Vertrag Frankreichs mit dem römischen Stuhle in Bezug auf die Jesuiten hier hervorgebracht hat. Während der Orden bei uns in aussteigender Linie sich befindet und Schritt vor Schritt mehr Boden gewinnt, hört man von Paris von der Auflösung seiner Etablissements und nicht etwa aus dem verschrieenen Wege der Revolution, des Voltairianismus und wie alle diese Titel heißen, mit denen man gewisse französische Regierungsprinzipien hier belegt, sondern auf so katholisch und diplomatisch regelrechten Wegen, daß unser eigenes Cabinct es nicht anders zu machen gewußt hatte! Daß alle die Nachrichten über diese Angelegenheit so viel als möglich in unsern Blattern vermieden wurden, ist leicht zu begreifen. Unsere Wiener Zeitung brachte nur einige spärliche Auszüge aus dem Journal des Debats, konnte aber nicht umhin, die Notiz hinzuzufügen, die ich so eben in der heutigen Nummer lese: „Trotz allen angekündigten Maaßregeln und selbst nach dem Entschlüsse des Jesuitcngencrals kann doch von einer wirklichen Ausweisung der Jesuiten in Frankreich nicht die Rede sein. Dieselben haben zu viel Freunde und unendliche Verzweigungen in Frankreich, als daß die Sache mit einem Machtspruche abgethan wäre." Wer hat der Wiener Hoszeitung dieses gesagt ? Leitende Artikel sind nicht die Sache dieses Blattes, warum verirrt sich plötzlich diese Notiz in seine Spalten? — Die Gegner der Jesuiten — und sie zählen hier manchen nicht unmächtigen — schöpfen aus dem französischen Ereignis) neuen Muth. Aber Tieferblickende behaupten, es sei wie ein Strom, den man auf der einen Seite eingeengt hat und der nun auf der andern sich einen Weg durchbricht; der Stoß nach Oesterreich werde jetzt um so gewaltiger sein, da er an Frankreich abgeprallt.