An Prag bei der Ueberschwemmung.
Dir meine Klagen send' ich Betrübte Heimath Du —' Wie im Gebete wend' ich Mich Deinem Unglück zu — Du bist wohl zwiefach prachtig, Wenn durch die Gassen mächtig Es fluthct, rauscht und ebbt — Es ist der Geist des Herrn Der ob den Wassern schwebt.
Du ragst mit Deinen Thürmen Aus dunkler Fluth empor: Ein Mastenwald in Stürmen Der sich im Grund verlor. Wohl sind's an Petri Risse Zerschellte Kirchenschiffe Drin die Geschichte webt; Es ist der Geist des Herrn Der ob den Wassern schwebt.
Wie über Dir die Tage Die stummen Kreise ziehn, Gleichst Du aus alter Sage Der Meeresstadt Julin — Versunken und verklungen — Bis aus den Dämmerungen Das Weltgeschick Dich gräbt: Es ist der Geist des Herrn Der ob den Wassern schwebt.
Der Dogenstadt vor Allen Jetzt gleichst Du, mehr als je — Sie ist wie Du gefallen Und gleich ist Euer Weh — Will es der Strom Dir sagen,