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Würtembergische Zustände.
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Würtembergifche Zustände

Im April.

Politischer Stillstand und fortschreitende Armuth. Die Beamten und der Beobachter." Finanzfragen und Eisenbahnen. Baiern contra Ulm. Die Opposition. Der Palast des Kronprinzen. Thearerbau. Noch ein Mal Bischer. Die Deutsch-Katholiken. Herr Elsner.

Von würtembergischem Staatswesen läßt sich wenig schreiben, weil dasselbe einen unvcrrückt steten Gang einhält, so daß, wer das Gestern kennt, auch schon das Heute weiß. Ein Glück, wenn diese Beharrlichkeit keinen größeren Nachtheil hätte, als daß eS den Cor- respondenten an lebendigem Stoffe mangelt: allein das Sprüchwort, daß Hausfrauen, von denen man am wenigsten zu reden weiß, die besten sind, trifft hier nicht zu. So ungünstig ein aphoristisches Re­gieren, wie es derzeit bekanntlich anderswo Ton ist, auf die Gemü­ther im Einzelnen und auf die Entwickelung deö Ganzen einwirkt, so wenig läßt sich das ertreme Gegentheil, der Stabilismuö, empfeh­len. Bei uns schadet der Mangel an schöpferischer Kraft, nicht der Gedanken, wohl aber deö praktischen Lebens. Diese Gedanken er­sticken in ihrer Vvllsaftigkeit, weil sie nicht in das Handeln aufgehen können, nicht aufgehen dürfen. Stille herrscht und doch keine Be­haglichkeit. Das geistige Element über die Achsel angesehen, durch eine ängstliche Censur und Verwaltung beklemmt; der Volkswohlstand nicht mehr durch großartige Maßregeln zu Befreiung von Grund und Boden gefördert, wie sie das Jahr 1817 in der würtembergischen Specialgeschichte unsterblich machen. Die Verstimmung der Geister bricht hie und da in Selbstmord, überall aber in Klagen jedes Ein­zelnen über den Druck der Zeiten, über dies und jenes aus, wie­wohl die Wenigsten den Muth haben, dem Uebel an seine Wurzeln nachzugehen. Die Verarmung ist in raschem Zunehmen; die Zahl der Concurse hat sich binnen kurzer Zeit verdoppelt, ja verdreifacht, und ohne etwas von den Lehren des heutigen Communiömus gehört zu haben, zieht der gemeine Mann häufiger als je und grollender

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