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Johannes Rösing.
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Johannes Rösina.

Die Aristokratie ist kalt, verzeiht nie; eben so herzlos als jesuitisch verfolgt sie ihren Weg, unbekümmert um das, was in der Urne des Schicksals verborgen liegt.

' Rösing.

Ist kein Schlözer da? möchte man heute mitunter fragen. Er, der unermüdliche Gegner der Mißbräuche und Gewaltstreiche, veö Unfugs der kleinen Fürsten und ihrer Hofräthe, der unermüdete Käm­pfer gegen aristokratischen Patrizierunfug, machte mit innerer Behag­lichkeit Jagd auf die Staatsstreiche der kleinen Tyrannen, um sie aus dem Dunkel an's Licht zu ziehen. Er war der Schrecken aller großen und kleinen Gewalthaber. Unsere Zeit ist zu groß geworden. Die Mißbräuche in den Duodezstaaten finden in dem Prinzipienkampf unserer Tage kaum noch Beachtung.

Johannes Rösina,, „ein achtbarer Kaufmann," wie ihn die Un­tersuchungsakten nennen, und Bürger der freien Stadt Bremen, wurde vom Kriminalgerichte Bremens wegen Beförderung der am 19. und 2t). April 1841 stattgefuudencn tumultuarischcu Auftritte und der da­mit verbundenen höchst gefährlichen Störung der öffentlichen Ruhe und Ordnung in eine Gefängnißstrafe von zwei Monaten vcrurtheilt. Das Urtheil wurde vom Obergericht bestätigt. — Röfing war früher vom Senate ehrenvoll ausgezeichnet, zum Administrator der Gefäng­nisse ernannt, Mitglied mancher Deputationen und Verwaltungen.

Daö Kriminalgericht in Bremen vor den Richterstuhl der öffentlichen Meinung gezogen von Johannes Rösing. Zum Besten der Familie des Pro­fessors Jordan. Leipzig, Brockhaus.

Grcnzbot-n 1845. I. 63