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Hermann Mavggraff.
III.
Die neuere Kunstepoche. — Akademie der Künste. — Glyptothek. — Klenze, Gärtner, Cornelius. — Mißlichkcit der Kunstkritik. — Das Cvklopenauge.— Das Märchen von der häßlichen Frau Wahrheit. — Nachwort. —
Im Jahre fand durch König Marimilian eine Umgestaltung und Erweiterung der königlichen Akademie der Künste statt, welche der Zukunft der Münchner Kunst eine breitere und zeitgemäßere Basis gewährte. Schelling bekleidete längere Zeit die Stelle eines Generalsekretärs bei derselben. Das bei dieser Umgestaltung erlassene Programm sprach in bedeutungsvollen Worten aus, daß der Kunst fortan ein öffentliches Dasein, eine Beziehung zu Staat und Volk gegeben werden solle. Selbst die Aufhebung der Klöster, so destructiv man auch zum Theil dabei verfuhr, trug doch wesentlich dazu bei, die Staatsbibliothek und die Gemäldesammlungen zu vermehren und bis dahin verborgene Kunstschätze für den öffentlichen Gebrauch nutzbar zu machen.
Jmmermehr kündigte sich inzwischen der für eine höhere Kunstrichtung in München so entscheidende Einfluß des damaligen Kronprinzen Ludwig, jetzt regierenden Königs von Baiern, an. Fast Alles, was in Königs Marimilian letzten Lebens- und Negicrungsjahren für die Kunst geschah oder sich vorbereitete, geschah und bereitete sich unter dem unmittelbaren Einflüsse des Kronprinzen. Ein neuer höherer Geist wurde von jetzt an sichtbar, organisirte die Münchner Kunstthätigkeit im Ganzen und Großen und durchdrang sie bis in ihre einzelnsten Verzweigungen. M" vem Bau der Glvpwthe^ zu