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Aus F r ankf u r t a. M.
Beleuchtung und Erleuchtung. — Neue Vorstädte. — Erinnerung an Adders. — Der Logenstrcit. — Ronge. — Der Kölner Dom und das Pariser Opernhaus. — Das Theater und Göthe. — Ebbe im Virruosenthum. — Literarische Salons. — Das Städel'sche Kuiistinstitut.
Wir gehen im gewohnten Gleise gemächlich und langsam den Verbesserungen entgegen. Wir lassen zwar viele Städte uns weit überflügeln mit rascher Einführung des Wünschenswerten, aber zuletzt kommen wir doch immer nach — sei es auch nur gehinkt. — So leivet die Stadt seit Jahren mit Bewußtsein an einer wirklich unerlaubt schlechten Beleuchtung, — die Laternen der Aeil können mit ihren glimmenden Dochten höchstens einen den Leuchtthürmen ähnlichen Dienst verrichten, indem man nach ihnen seinen Gang regelt, von einer Erleuchtung ist längst keine Rede mehr; — auch hatte man seit Jahren versuchsweise einige Gaslaternen angebracht und sich von der herrlichen Wirkung dieses Lichtes überzeugt — aber erst im Laufe dieses Jahres wurden die mannichfachen Gegenwirkungen überwunden, so daß eine Uebereinkunft mit einer englischen Gesellschaft abgeschlossen werden konnte, wodurch wir nach Verlauf eines Jahres uns einer besseren Erleuchtung erfreuen können.
Aehnlich geht es mit der Ausdehnung der Stadt außerhalb der Thore. Schon seit mehreren Decennien sing man an, längs der Promenaden und weiter hinaus in's Feld, die niedlichsten Landhäuser zu bauen. Aber, wie natürlich, jeder baute nach seiner Phantasie. Erst vor Kurzem aber, nachdem diese Gebäude ansingen, sich in der vollkommensten Unordnung zu drangen, dachte man daran, einen Plan entwerfen zur Regulirung dieser Bauten, aber die Anordnung ist da und ein Jahrhundert kann vergehen, bis die Ordnung für die entferntesten Vorstädte wieder einigermaßen hergestellt sein wird. Neue
Grcnzbvten , 18