Groß- Städte in England.
Populationsverhältnisse in England und auf dem festen Lande. — Drei Arten großer Städte. — Birmingham und Liverpool. — Die Docks. — Kaufmanns- geist und Sklavenhandel. — Handel mit Amerika und Werkehr mit Irland. — Kanäle, Eisenbahnen und Dampfschiffe- — Wohlthätige Folgen des Abfalls der nordamerikanischen Colonien.
Die Bevölkerung Europas, im vorigen Jahrhundert fast stationär, hat seit fünfzig Jahren in staunenerregcnder Progression zugenommen. Die Verheerungen des Krieges hat der Friede eben so schnell wieder ersetzt, als nehme die Zeugungökraft des menschlichen Geschlechts im Verhältniß mit den auszufüllenden Lücken zu. Den großen Städten ist diese Bevölkerungszunahme mehr zu Gute gekommen, als den kleinen, diesen mehr als dem offenen Lande. Nach demselben Gesetz, welches nach verheerenden Kriegen die Geburten zahlreicher werden läßt, wird auch die größere Sterblichkeit in den Städten schneller wieder ersetzt, als auf dem Lande, obgleich hier eine gesundere Luft und naturgemäßeres Leben das Gegentheil erwarten lassen. Außerdem besitzen auch die großen Städte eine Anziehungskraft, welche eine regelmäßige und immer wachsende Einwanderung von dem offenen Lande hervorruft. Früher waren es die Hauptstädte, welche eine großcntheils müßige Menge herbeizogen. Der Genuß war der Zweck der Vereinigung, wie es jetzt die Arbeit und der Verkehr ist. Je größer dann die Summe des Verkehrs in den Städten wird, desto reichlicher und lohnender fließen die Quellen der Arbeit, und desto mächtiger wirkt die Anziehungskraft der großen Städte auf die kleineren und auf das offene Land zurück.
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