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Tagebuch.
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1497
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T l! g e t' u eh.

Aus Berlin, i.

Welch Volk der Welt kann mit dem Berliner an Patriotismus sich mes­sen? Andere Rationen opfern ihr Blut für ihren König, gehen in die Schlacht und lassen sich todtschlagen wir thun noch mehr, wir gehen in's Theater, sehen durch drei Stunden die Mcdea, die Antigone und lassen uns zu Tode langweilen weil unser königlicher Herr diese Stücke liebt. Die Intendanz will ihren patriotischen Eifer zeigen und füttert das Publicum fast jede Woche mit einem dieser classischen Gerichte, ab, und zur Abwechselung will man nun auch den Oedipus in Scene setzen. Das droht fürchterlich zu werden. Wir kommen am Ende wieder in die Zeiten Ludwig's XIV. zurück, und wenn ein Dichter ein Stück zur Aufführung bringen will, wird er die drei Einheiten beobachten müssen. Man spricht auch schon davon, daß Gottsched ein Monu­ment gefetzt werden soll, und in dem neuen Strafgesetzbuch soll ein Paragraph vorkommen, der jeden Schriftsteller, welcher gegen den Aristoteles sich vergeht, mit Gefängnißstraft belegt, und zwar in einsamer Zelle, damit er die Anderen nicht anstecke. O Ihr Griechen, Ihr habt so eben in Athen eine Revolution gemacht und alle Deutschen aus Eurem Vaterlande verjagt, wann werden wir Rache an Euch nehmen und die Griechen von unserem Theater ver­bannen ?

Einiges Aufsehen macht hier die Confiöciruna einer Schrift von Dr, Slahr

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