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Tagebuch.
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1465
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Tage b u ch.

i.

«?ür Göthe »nd sein HciuS.

Untcr dieser Ucbcrschrift enthalten Frankl's Sonntagsblättcr eine pole­mische Notiz gegen unsern Weimarer Correspondcnten, die wir wörtlich wie­dergeben:DieGrenzbotcn" Nr. 42 bringen eine Corrcspondcnz aus Wei^ mar, gezeichnet r, welche alle Grenzen wirklich überboten hat. Es heißt dort- Göthe's Haus, für dessen Ankauf der Bundestag bekanntlich 60,000 Thaicr geboten hat, obgleich die gerichtliche Schätzung ein Drittthcil weniger betrug, soll nun von der Habsucht der Göthe'schen Erben dennoch zum Verkaufe im öffentlichen Aufgebote bestimmt sein."

Zweimal falsch! Es ist Thatsache, daß das erste Angebot 40,000 Thaler war, also einige Tausend Thaler untcr dem Schätzungspreise; daß auf das zweite Angebot von 60,000 Thlr. die Erben erklärten, das Haus nie ver­äußern zu wollen, wohl aber die Sammlung. Ist es nun Habsucht, eine» Theil seines BesitzthumS auch für so viel höhcrn Preis als unveräußerlich er­klären? Es heißt ferner-Göthe hat 100,000 Thlr. baar hinterlassen," dann wird das Cotta'sche Honorar auf 06,000 Thlr. angegeben; welches Beiwort verdient ein« Jndiscrctivn, die fremde testamentarische und contract- liche Verhältnisse der Oeffentlichkcit übergibt? Und falsche Zahlenangaben mit so lächerlicher Uebertreibung, kann man sie purer Unwissenheit zuschreiben, oder sind sie nicht vielmehr ein Kunstgriff, um die darauf folgende Beschuldigung, der Habsucht begründen zu können? Es heißt ferner:Das Haus, in wel­chem der große Todte waltete, ist an verschiedene Miethsleute vermicthet. ,

Falsch! Weder Göthe's Arbeite-, Gchlas-, Bibliothcksräume sind ober wa-

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