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Armuth und Verbrechen in Paris und London.
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Armuth und Verbrechen

in Paris und London,

Die großen Städte sind zugleich immer die Sammelplätze von Vagabunden, liederlichen Dirnen und Verbrechern; der Reichthum scheint so sicher von ihnen begleitet zu werden, wie das Licht von dem Schatten, und die Emporim der Erde beherbergen sie, wie eine in ihren Tiefen schlummernde Krankheit. Uebcrall auch bewohnen die gefährlichen Classen der Gesellschaft' bestimmte Theile der Stadt, fast immer in der Nähe der belebtesten und reichsten Viertel. Dies sind die Wachposten, von denen herab die Geier der Civilisation auf ihre Beute stürzen, die Asyle des Verbrechens und der Ausschwei­fung Hier herrscht eine Atmosphäre sittlicher Verderbtheit, in der das Verbrechen keimt und gedeiht, wie gewisse Insecten sich nur un­ter der Decke einer feuchten und schwülen Finsterniß vermehren.

Wer kennt nicht diese Abgründe des Elends und der Verwor­fenheit jn Paris? Dank sei es den französischen Romanschriftstellern und ihrer Liebhaberei für grelle Farben und Gemälde der Sittcnlo- sigkeit, ganz Europa kennt die Namen wenigstens einiger jener scheußlichen Gassen und Gäßchcn in der Cit-', die in der Umgebung des Hotel de Nille und des Palais-Royal ausmünden. Und welcher Fremde hält sich nicht für berechtigt, indem er die französische Ge­sellschaft nach dem Schaume beurtheilt, den die geheimen Tiefen der­selben auf die Oberfläche der Literatur hcraufstoßen, über ihre Ent­artung zu schimpfen, ohne zu bedenken, daß er ein Verleumder sein könnte? Die englischen Schriftsteller haben dabei mehr Patriotismus oder kluge Schonung gezeigt. Blos in Parlamentöschriften und amt-

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