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Beschauliche Briefe aus Oesterreich
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Beschauliche Briefe

aus O c st c r r c i ch> von Z. von Z...

Wien, Novembcv.

Ein Wunsch des Kaiser Franz. Die Erzherzoge in Schönl'runn. Charakteristik. Rußland und Frankreich. Parallelen der Zoll- und Ccnsurschrcmken. Eine Audienz beim Erzherzog Stephan. Hoffnungen auf Ccnsurmildcrungcn. Die Schrift des »r. Selingcr. Eine Entgegnung auf Oesterreich und seine Ankunft. Halm und die Censur. Untersuchung gegen Schusclka. Soudcrbarc Passion.

Zu den letzten Wünschen des verstorbenen Kaisers Franz ge­hörte auch der, daß die Erzherzoge deS kaiserlichen HauseS von Zeit zu Zeit, vor Allem aber bei wichtigen Ereignissen und am Vorabende wichtiger Beschlüsse sich in der Hofburg versammeln möchten, um in Persönlicher Berathung die Zielpunkte der Monarchie und der kaiser­lichen Hausinteressen in gegenseitiger Uebereinstimmung zu verfolgen.

Ein solcher Familiencongreß fand denn im vorigen Monate wirklich Statt. Selbst das große Publicum, das in der Regel von solchen Dingen keine Kenntniß erhält, konnte im Garten von Schön­brunn in diesen erinnerungsschweren Laubgängcn der neueren Ge­schichte des Habsburgischen Hauses fast tagtäglich die fünf Brüder des seligen Kaisers, im freundlich ernsten Gespräche begriffen, lust­wandeln sehen, Arm in Arm, wie zur Zeit ihrer Jugendjahre.

In dem Familienrathe deS österreichischen Hauses repräsentirt jeder der fünf kaiserlichen Prinzen eine besondere Idee. Der älteste von ihnen, Erzherzog Carl, ist der Repräsentant der alten Deut­schen Kaiserideen. Ihm vor Allen ist die Idee theuer, Oesterreich

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