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Der Reisende «nd seine Uhr.
Eine Fabel.
(An Verlioz, den Verfasser der musikalischen Reisen in Deutschland.!
Ein Jüngling aus Paris, obschon die große Stadt, Die seine Wiege war, sein Herz mit Dünkel bläht. Faßt dennoch den Entschluß, zum Wandcrstab zu greifen Und, wie die Jugend thut, die Länder zu durchstreifen. Doch weislich, eh' er in die Fremde geht, Stellt er sich seine Uhr erst nach dem Zifferblatt Des Schlosses seiner Baterstadt.
Ein Prachtstück war die Uhr, dem keines gleich zu schauen, Ein unbezahlbar Werk, dem sicher zu vertrauen, Und so gemcssnen Gangs, daß um die Wette Sie mit der Sonne Lauf selbst Schritt gehalten hätte.
Mein junger Wandrer hält zuerst in Leipzig an, Den Briefen, die er bringt, kommt freundlich man entgegen, Nach kurzer Frist setirt ihn Jedermann, Und Einladungen regnet's allerwegen- Doch überall, bei jeder Lustpartie, Bei jeglichem Diner, ja selbst zum Stelldichein, Trifft unser junge Freund die rechte Stunde nie; Streng hält er stets die Zeit nach seinem Zeiger ein,