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Thiers.
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Thiers.

Ihr, die Ihr Paris auf eine längere Zeit besucht, begebt Euch am Tage eines großen parlamentarischen Lanzcnbrechcns in die Kam­mer, richtet Euern Sinn auf diesen engen, von Marmor eingehegten Käfig, aus dem, wie aus einem festen Thurm, die Redner ihre Was- fen schleudern. Mustert die Gesichter der Anwesenden und sucht Euch jenes heraus, welches Euch am besten gefällt. Nachdem Ihr diese Neugierde befriedigt, seht Euch nochmal um und sucht zu errathen, welcher dieserEhrenwerthcn" wohl am meisten irgend einen Einfluß auf Deutschland geübt hat. Sicherlich wird Euer Blick dann auf jenem kleinen Mann hängen bleiben, von dem man Nichts als den Kops gewahrt, so niedrig ist der Wuchs seines Leibes. Die­ser Kopf ist mit einem leidlich höflichen Angesicht geschmückt, das ein wenig grimassirt, allein lebhaft, beweglich, ausdrucksvoll, originell und an einem Paar Niesenbrillen gleichsam zu hängen scheint. Und doch ist dieses unser Mann, und doch ist es derjenige, welcher freilich gegen seinen Willen im Jahre 1840 jenen einstimmigen Ruf des Nationalgefühls bei uns hervorgclockt hat, wie er seit den Befreiungs­kriegen nicht mehr in deutschen Landen gehört wurde. Es ist Thiers.

Bis es unsernEhrenwcrthen" belieben wird, nicht mehr nach Schülerart zu murren, betrachtet die seltsamen Umrisse dieser dünnen Und voltaireartig eingckniffencn Lippen, auf denen unablässig das feinste, sarkastischste, inquisitionörichterlichste Lächeln von der Welt sich «geht.

Nun endlich herrscht Stille; der Redner schickt sich an zu spre­chen; horcht auf, oder vielmehr, wenn Euer Gehör nur irgend em­pfindlich und musikalisch ist, so fangt nur gleich damit an, Euch die Ohren zu verstopfen; allgemach werdet Ihr sie wieder aufthun; denn die Stimme, die Ihr vernehmen sollet, ist eine jener scharfen, schreie»- den, kreischenden Stimmen, die Lablache in Ohnmacht werfen und

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