Deutsche Lebeusfeenen
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^. Gustav Kühne.
I.
Ein deutscher Chevalier als Theaterintendant.
Elegantes Morgcnzimmcr mit offenem Schlafcabinct. Der Intendant, im Bette, noch schlafend. Auf dem Tische ein heruntergebranntes Licht. Vor ihm auf dem Fußboden ein Hausen Manuscriptc. Der Kammerdiener hat mehrmals leise die Thür geöffnet; endlich tritt er ein.
Kammerdiener. Herr General»Intendant!
Intendant (erwachend). Ha! schon so hell, so spät! Warum wecktest Du mich nicht früher?
Kammerdiener. Sie gingen sehr spät zur Ruhe. Der Hof- ball dauerte lange.
Intendant (gähnend). Ja, und dicS Trauerspiel noch länger. Heb' die Blätter auf, LouiS, sie sind mir ans der Hand gefallen. Nein, gib her, mit ihnen ging ich schlafen, mit ihnen will ich aufstehen. Gott! beim dritten Morde in dieser Tragödie blieb ich stehen nnd schlief ein. (Er steht auf und läßt sich ankleiden.) LouiS! Ich muß wieder sehr unruhig geschlafen haben.
Kammerdiener. Sie sprachen laut im Tramne, sprachen von Blut, von Nvmcrblut.
Intendant. DaS kommt von diesem Nationalschauspiel. Ah! bin noch müde, Louis. Das kann nicht vom Champagner sein, Man trinkt sehr guten bei Hofe. (Er setzt sich an den Schreibtisch.) Nun weiter im Texte.' Hermann und Thusnclde, vaterländisches Schauspiel von — Großer Gott! haben denn die deutschen Poeten an Klopstock und Grabbc noch nicht genug! Immer wieder diese alte Geschichte. Und welche Sprache hier! Nach Shakspearc in der Voß'schen Ücbcr- setzung. Alle Personen im tcntoburgcr Walde sprechen so qualvoll,
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