T a g e b u ch.
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Deutsche Eisenbahnen- Deutschland besitzt in diesem Augenblick 420 Stunden Eisenbahn. Bevor drei Jahre verflossen sein werden, wird es das Doppelte dieser Strecke besitze». Die beste, eleganteste und zugleich diejenige Bahn, deren Preise die niedrigsten und wohlfeilsten sind, ist die von Mannheim nach Karlsruhe. Sie ist Staats- eigcnthum des Grofiherzogthums Baden und wird von beiden Seite» bis Frankfurt und Basel fortgcbaut werben. Selbst die Wagen 3ter Classe sind elegant und gut gedeckt; die Stunde Entfernung kostet 15 Sttbcrpfennige; an Effecten hat man 4V Pfund frei, und die Uebcrfracht verursacht nur ein geringes Mehr an Geldl'ostcn. ,
Die Eisenbahn von Frankfurt a. M. nach Mainz ist für die Wagen der >sten und 2ten Classe vielleicht die eleganteste Deutschlands. Die 3te Classe 'st noch einigermaßen bequem zu nennen, aber die 4te hat erst seit der kurzen 6°it, daß die Dampfboolc auf dem Main der Taunusbahn eine mächtige Con- currcnz machen, einige Bedeckung erhalten. Die öffentliche Meinung, die dies längst verlangte, darf jedoch nicht etwa glauben, daß ihr Einfluß diesen Sieg üb^ die allzuokonomischcn Ansichten der Direktion davongetragen; diese Ehre gebührt nur der eisernen Göttin Nothwendigkeit.
Auf den sächsische Eisenbahnen sind die Wagen Äter Classe ganz abschcu >>ch. Ein kleines Dresdener Blatt hat letzthin den Vorschlag gemacht, eine vierte Classe von Wage» zu erbaue», die mit Nägel» beschlagen sein sollten! das wäre ei» Märlyrerthmn bei lebendigem (y Leibe und würde nur den Erfolg haben, daß die zweite Classe stärker besetzt würde. Auf der sächsischen, wie auf der Taunusbahn, hat man nur 20 Pfund Gepäck frei und muß die Uebersicht unerhört theuer bezahlen.