Friedliche Reise» durch Spanien.
Von keinem Offizier.
I.
Furchtsam- Rathschläge mcincr Pariser Freunde. — Nobinson'schc Reiselust. — Reise nach Vahonnc. — Südlicher Charakter der Gegend von Borveanr an. — Bayonnc uud scinc halb spanische Physiognonnc. — Ein Vergleich init Straßburg und der deutschen Grenze. — Die Basken. — Man macht mir in Bayonnc von Neuem bange. — Ilngrnnd aller Befürchtungen. — Einfahrt durch die Pyrenäen. — Die Vidassoa-Brückc__Die beiden Schlldwache». — Jrn». — Die spanische Diligcnce.
— Der zum Tode Bciurthciltc. — Der Escop-tcro und feine Nutzlosigkeit---Der
Mavoral und sei» Maulesel. — Astigarraga. — Daö erste Mittagbrod in Spanien.
— Ernani und die spanischen Grcnzanfsehcr. — Tolosa.
— Sie haben Unrecht, sagte man mir in Paris, als ich davon sprach, daß ich eine Reise nach Spanien machen wollte. Spanien ist durchaus kein so interessantes Land, als man gemeinhin glaubt. Wenn es weniger bekannt ist, als die übrigen europäischen Länder, so ist der einfache Grund hievon der, daß die Reisenden, die es besucht haben, enttäuscht zurückgekehrt sind und deshalb ihren Freunden nicht gerathen haben, auch hinzugehen.
— Sie haben Unrecht, sagte ein zweiter Rathgeber. Vergessen Sie doch nicht, daß dieses unselige Land in ewigem Bürgerkrieg begriffen ist und daß dort Alles in der grausenhaftestcn Unordnung und Verwirrung ist.
— Du thust wirklich Unrecht, sagte endlich ein deutscher Lands- wann mit herzlichem, wohlmeinendem Warner-Tone. Das Land ist schon, «her die Einwohner sind allesamint deö Teufels leibhaftige Diener. Lauter heimtückisches, rachsüchtiges Volk. Glaub' mcincr Erfahrung; ich habe während meiner Dienstjahre daö Land kennen gelernt und weiß, wie es daselbst zugeht. 'Wenn'Du den Räubern entgehst, so geschieht eö vielleicht nur, um unter den Dolchstichen eines