Schilderungen ans Belgien.
i.
Die Deutsch ein
Brüssel', die vieldurchrciste Stadt der Mitte, der Ruhepunkt der Reisenden zwischen Deutschland, Frankreich und England, ist, wie sich von selbst versteht, mit einer guten Zahl von Gasthöfcn versehen; fast in allen sind die Zimmer vortrefflich, der Tisch mittelmäßig und die Bedienung abscheulich. In der obern Stadt findet man die Hotels de Bcllcvuc, de Flandre, de la Regcnce, d'Angletcrre, Stativnöplätze für reiche Engländer, Russen, Diplomaten, mit wappcnüberladencn Equipagen, galonirten Domestiken, aristokratischen Prätensionen und Cas- sen. In dem untern Theile der Stadt wohnen die bescheidenen Nei- senden mit einfachen Coffcrn und Hutschachteln, guten Mägen, sparsamen Trinkgeldern und schüchternen Wünschen. Die deutschen Reisenden lassen sich meist in diesem Stadtthcile nieder. Wenn man Abends an der Nord-Eisenbahn steht und aus dem Gewühle der Ankommenden und dem babylonischen Sprachgewirre, das nach Wagen, Gepäcke, Bekannten und Regenschirmen fragt, seine lieben LandS- lcutc herausfinden will, so muß man nicht etwa ein schlechtes Französisch als Schibolet nehmen; im Gegentheil, unter den mitankom- mendcn Engländern, Holländern und Eingeborenen ist vielleicht der deutsche Reisende, noch derjenige, der am besten Französisch spricht. Aber wenn Ihr Einen hört, der sich nach dem Hotel de Suede
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