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Tagebuch.
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A uS Berlin. Wären Sie preußischer Patriot wie ich, so würden Sie das Gefühl der Verehrung theilen oder begreifen, das ich für »r. Woem'gcr hege, der in der Voß'schcn Zeitung getreulich fortfährt, uns eine gewissenhafte Erläuterung und Kritik aller neu erscheinenden Gesetze zu liefern. Bei der Menge der neuen Gesetze ist die Stetigkeit, sie dem größer-, Publicum deutlich zu machen, höchst rühmenswcrth. Bei dem Geiste der Verdächtigung, der sich von Seiten gewisser Beamtenkreise gegen alle Opposition zu äußern pflegt, ist die Aus­dauer ein Zeichen von Charakterfestigkeit, deren ruhige Entschiedenheit man sich hüten wird zum Martyrthum zu zwingen. Es ist nun schon eine Reihe von Ähren her, daß Eduard Gans juridisch-philosophisch den Leuten die Nothwen­digkeit der Sprache der Opposition zum SraatSheil bewies, ohne unter den Beamten viel Gläubige zu finden. Wocniger zeigt nun praktisch, wie forder­lich und lehrreich die Feder des Oppositionsschriftstellcrs wirkt, wenn sie es ist, die neue Gesetze erläutert. Sie nimmt Partei für das Volk, steht auf Seiten der praktischen gesunden Vernunft. Das soll die echte patriotische Opposi­tion. Böswillige Befeindung und Verdächtigung ist schwerlich so oft auf Seiten der öffentlichen Opposition, als bei der unterdrückten Opposition und der geheim thätigen Partei gewisser Regierungsanhänger zu finden. Kürz­lich erläuterte Wocniger den jetzigen Censurproceß. Die jetzige Cen- surinstruction ist so logisch scharf und sein in ihren Distinctioncn, daß die Cen­soren, wollen sie sich halten, von nun an höchst gescheute Köpfe sein müssen. Es gibt im preußischen Civilstandc sehr viele Menschen, die ich nicht anders als gewissenhafte, aber bornirte Corporalseelcn nennen muß. Solche können nicht mehr lange die Censur verwalten, weil das Geschäft bisheriger Willkür

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