T a g e b u ch.
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Aus Berlin.
Mendelssohn - Bartholdy bleibt nun doch der Unsre, obschon er seinen Wohnort in Leipzig und seine dortige Stellung nicht aufgibt. Bekanntlich harte er schon auf die Hälfte seines Gehaltes verzichtet, weil man ihn nicht beschäftigte. Er wird die hiesige Kirchenmusik leiten, welche hier regelmäßig im Winter ihren Cvclus von Aufführungen erleben und diesmal am IS. Oktober, als am Geburtstage der Majestät, im Dom eröffnet werden wird. Außerdem werden unter seiner Leitung sechs große Concerte in der Singacademic stattfinden. Meuerbcer bleibt Kapellmeister der Oper und der Hofconcerte. Möchte er mit seinem Propheten herausrücken!
Das Kirchliche also soll bei uns in Blüthe kommen. Die Pctrikirche soll wieder erbaut werden. Andere Plätze sollen mit großen schönen Brunnen geziert werden. Bläser, ein junger Bildhauer, hat den Auftrag erhalten, für den Dönhofplatz den Entwurf zu einem architektonischen Brunnen zu machen.
Glücklicher Weise war der erste Fall, welcher dem Obercensurcollcgium vorgelegt wurde, für den Schriftsteller ein günstiger. Glücklicher Weise, sage ich, nämlich für das Collegium. Sein Credit wäre hin, hätte das Schicksal den ersten Fall anders gestaltet, so daß der Autor abgewiesen wäre-
Auch hier taucht ein Einthalerblatt auf, und zwar mit öffentlichem Hinweis auf die in Sachsen unterdrückte Locomotive. „Echo" nennt sich eine Wochenschrift von Eduard Aimmcrmann, „Widerhall aus dem Lebc» und der Literatur." — „Diese Zeitschrift," hieß es in der öffentlichen Buchhändler- Ankündigung, „wird besonders den Lesern der verbotenen Locomotive willkommen sein." So recht einig will es also in Preßsachcn in Deutschland noch nicht werden. Man wird immer diesseits lachen, wenn sie jenseits einer Grenze