Skizzen aus der polnischen Emigration
von
B. Z»
Es war im Anfang des siebzehnten Jahrhunderts. SigiS- niund III. herrschte über Polen. Der Ke^m, d. h. einer jener polnischen Reichstage, die aus einem Schauplatze der Gesetzgebung und der Diöcussion so oft leider in einen Kampfplatz persönlich leidenschaftlichen Streites sich verwandelten und zuweilen sogar aus diesem Stadium in das noch ärgere schmachvoll blutiger Partcikämpfe ausartete!', sollte seine Sitzungen beginnen. Nach löblicher frommer Gewohnheit hatten sich die Magnaten, Woywodcn und. Landbotcn vor Eröffnung der Versammlung in die Kathedrale begeben und der Beichtvater des Königs, einer der größten Kanzelrcdncr, die Polens Geistlichkeit aufzuweisen hat, richtete folgende Worte an seine andächtigen Zuhörer:^')
„Eure Zwietracht wird Euch in die Sclaverei führen; alle Eure „Freiheiten werden in den Abgrund der Knechtschaft hinabgestürzt und „zum Gelächter Eurer Feinde werden, unter deren Joch Ihr selbst „alle gerathen werdet, Ihr, Eure Personen, wie Eure Güter, alle, „ohne Unterschied des Standes, der Geburt, des Alters und des Geschlechtes. Große, wie Kleine, Herrn, Leibeigene, adlige Frauen, „wie Dienerinnen, Priester, wie Volk, — Alle werdet Ihr die Unterthanen derer werden, die Euch hassen. . . Diese weithin sich strck- „kendcn Ländereien, die ausgedehnten Fürstcnthümcr, die mit Polens
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