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Skizzen aus Italien. I : ein Madonnenfest bei Neapel.
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Skizzen ans Italien.

i.

Ein Madonncnfest bei Neapel,

Motto: Die Muttergottcs---

Trägt heut' ihr bestes Kleid, Heut' hat sie viel zu schaffen, Es kommen viel kranke Leut'. Die kranken Leute legen Ihr hin als Opferspend' Aus Wachs gebildete Glieder, Viel wächserne Füß' und Hand'. , Und wer eine Wachshand opfert, Dem heilt an der Hand die Wund', Und wer einen Wachsfuß opfert, Dem wird der Fusi gesund.

H. Heine.

Wie belebteste aller Straßen in der Umgegend Neapels ist die von Portici. Tag und Nacht drängt sich eine unermeßliche Volks- masse, die Einen um des Vergnügens, die Andern um ihrer Ge­schäfte halber, auf dieser Straße. Die Corricoli kreuzen einander im Galopp und hüllen den Weg in unerträgliche Staubwolken. Wenn man aber über die Magdalenen-Brücke hinaus ist und von dem Kreuzweg, der Sporn genannt, einen kleinen, links gelegenen Weg einschlägt, dann hat man weder Gedränge, noch Staub mehr. Man gelangt dann in eine Art Obstgarten, wo der im Süden so starke Weinstock hoch hinauf, wo ihn der Blick kaum noch erreicht, an den Bäumen klettert und anmuthige, dicht belaubte, schattige Brückenbogen von einem Baume zum andern bildet. Zwischen den Bäumen dehnen sich Getreidefelder hin und der Boden ist so reich, daß seine Säfte zur Hervorbringung des Getreides, des Obstes und der Weintrauben zu gleicher Zeit hinreichen, ohne daß dabei noch

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