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Reiseblätter aus Holland. II.
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Reiseblätter ans Holland

is.

Ein AnSflug nach Sch-veningen. Die Paläste der Königlichen Familie. Der Binnenhof. Barncv-ldt. Noch -in Mal die Lotterie. Mauritshuy«. Die lebenden Künstler der holländischen Schule. Ihr Verhältnis! zum Hof und zu den Privaten. Königliche« Kuriositäten - Cabinct. Leydcn und seine historischen Er­innerungen. Museen und Sammlungen, Die St. Pcterökirchc. Hartem und seine Blumenzucht. Nachläsugkeil der Holländer in Bezug auf Künstler-Biographie». Mittelalterliche Sitte. Lor-nz Coster'S Bildsäule. Die St. Bevonskirche und ihre Orgel.

--Etwa eine Meile von Haag entfernt findet man die

Nordsee, mit der das merkwürdige Dorf Schevcningen fast auf glei­chem Niveau liegt. Einen interessanten und der Aufmerksamkeit der Reisenden würdigen Anblick bieten die Fischer dieses Dorfes, wie man sie von den Dünen herab in Gruppen vor ihren Booten, die während der Ebbe auf dem Sande ruhen, betrachten kann. Die Männer tragen noch heute eine Art Ueberwurf, wie sie denselben zur Zeit des Admirals Tromp trugen und auch die Frauen fallen dem Blick der Fremden durch ihre ungeheuren Strohhüte auf, die ihnen zu­gleich die Stelle eines Sonnen- und eines Regenschirms vertreten. Andrerseits bieten in den Straßen die Muschelverkäuferinncn, mit ihren uralten goldnen Platten auf der Stirn, einen eigenthüm­lichen Anblick und erinnern fast an ägyptische Bilder. Die geogra­phische Lage von Schcveningcn ist eine der gefährlichsten, die es geben kann. Seit dem verderblichen Sturm, der am I. November 1570 die Hälfte seiner Häuser in's Meer stürzte, sind einzelne der­selben, unter andern auch die Kirche, nur durch einen schmalen Sand­damm von den drohenden Fluthen getrennt, die jeden Augenblick verschlingend hereinbrechen können. Das hat aber die Haager