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Französische Poeten. II. : Béranger.
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Französische Poeten.

n.

Bvranger

^Kn Mitte der heißen Fehden, welche die deutschen Aesthetiker und Politiker in letzterer Zeit in Bezug auf die politische Poesie ge­führt haben, ist der Name Bvranger oft genug genannt worden. Jede der beiden Parteien suchte den französischen Dichter nach ihrer Art zu deuten. Die Aesthctikcr erklärten seine Volköthüinlichkeit nur aus seinein naiven Ton, aus der hohen Natürlichkeit seiner Empfin­dungen und seines Ausdrucks; die Politiker dagegen behaupteten, der nationale Geist, das lebendige Freiheitsgefühl des Dichters habe vor Allem seine Lieder in den Mund des Volkes gebracht. In einem einzigen Punkte sind beide einig, nämlich, daß Beranger ein großer, unerreichter Poet sei. Unerreicht! Unsere politischen Poeten haben wahrlich nicht an Versuchen fehlen lassen, Beranger zu copiren. Warum ist es keinem gelungen, ihn zu erreichen? Weil zwischen der Natur und der Kunst, oder richtiger gesagt, weil zwi­schen dem Natürlichen und dem Künstlichen eine ewige Scheidewand enstirt, die Niemand überschreiten kann. Bvranger suchte seine Witze nicht; er suchte keine Formen, die in seiner Sprache nicht eristirtcn, er ahmte vor Allem keinen Bvranger einer andern Nation nach. Er stieg nicht hinauf, er stieg nicht herab; er blieb, wo er geboren und erzogen war, im Volke; er war stets ein schlichter, naiver Mann aus dem Volke, der keine andere Bildung, keinen an­dern Ausdruck, kein anderes Gefühl und vor Allem keine andere Tendenz hatte, als die übrigen dreißig Millionen Franzosen, die in der Blouse oder im Frack neben ihm lebten. Darum ist er, wie

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