Reiseblätter aus Holland.
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Rotterdam. — Gasthäuser und Polizei. — Eigenthümlicher Eha'.altcr der Srabt. — Die Lotterie iu Holland. — Die Börse. — Die EroSmuS-Bildsäule. — Dclft.— Wilhelm der Schweigsame. — Der Priiizenhof. — Caualfahrt nach Haag. — Phystognvniic der Residenz. — Das franjösische Element. — Daö OrdciiSwcscn. — Die Waisen. — Ein Sonntag in BoSkant.
--- Es war Mitternacht, als dcr Capitain unsres, voll Cöln
ohne alle interessante Begegnung hcrabgckommcnen DainpfbootcS uns sagte: Meine Herren, Sie sind in Rotterdam.
Das Erste, womit sich dcr Reisende, dcr müde und schläfrig hier ankommt, waffnm muß, ist eine unerschöpfliche Geduld. Man höre nur diese wirr durch einander schreiendem Commissionaire, deren jeder, zwar in der ehrlichsten Absicht, aber ohne die mindeste Rücksicht auf den freien Willen des Reisenden, ein Stück seines Gepäckes an sich zu reißen sucht. — Der Herr wird im Berliner Hof absteigen. — Ganz und gar nicht; der Herr wird in den Englischen Hof gehen; da ist es nicht so theuer. — Nein, ich sage Euch, der Herr wird im Bad eh aus logiren. — Ei behüte; der Herr zieht den Marschall von Türen ne vor. Kommen Sie in den Marschall von Türenne, gnädiger Herr. Da ist man wie zu Hans. Gutes Essen, prächtiger Wein, schöne Zimmer. Kommen Sie mit mir, Mynheer. —
Ist man nun endlich einem dieser Werber anheimgefallen, so ist man darum noch nicht in seinem Gasthausc. Da muß man erst durch die Hände der Herrn Polizeisergeanten gehen, muß ih nen demüthigst seinen Paß überreichen und aus ihrer Untersuchung ohne Anstoß hervorgegangen sein. Nun sind wir endlich unter Dach und Fach gelangt. Trotz der Empfehlungen deö Marschall von
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