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Aufzeichnungen eines deutschen Flüchtlings.
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Aufzeichnungen eines deutschen Flüchtlings.

September 1832.

l.

Weißenburg.

Äch hatte ein Paar Rasttage verdient und brachte den ersten Tag, den ich in Frankreich verlebte, im Bette zu. Erst am zweiten kam ich wieder Halbweges zu mir. Da ich keinen eignen Paß hatte und nicht glaubte, länger auf einen fremden reisen zu dürfen, so legitimirte ich mich bei dem Wirth als unlcgitimirtcn, paßlosen Flüchtling. Das verschaffte mir denn gleich andern Tages das unbeschreibliche Vergnügen, mit der französischen Polizei nähere Bekanntschaft zu machen, die seit der Zeit ein sehr väterliches Auge auf mich gerichtet hielt. Ein Polizcidiener kam und bat mich, ge­fälligst dem Herrn Souöpräfecten einen Besuch zu machen. Ich entschuldigte mich für heute durch mein Unwohlsein und meine Mat­tigkeit und versprach, morgen aufzuwarten. Da ich ein Mann von Wort bin, so ging ich wirklich andern Tages auf die Präfectur, obgleich mir meine geschwollenen Füße nur erlaubten, diese Staats­visite in Pantoffeln abzumachen. Auch hatte ich meinen braunen Flausch in Dürkheim gegen einen grünen Kittel eingetauscht und da ich nicht Zeit gehabt hatte, meine Kisten und Kasten mit auf Reisen zu nehmen, so war meine Toilette sehr einfacher Natur. Dieser unbedeutende Umstand und der kleine Nebenzufall, daß der Herr Präfect kein Deutsch, ich aber fast eben so wenig Französisch sprach, und ich somit nicht im Stande war, durch feingewählte Phrasen die Pantoffeln und den Kittel Lügen zu strasen, stempelten mich in sei­nen Augen und Ohren zugleich zum vollkommenen Vagabunden.

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