Beitrag 
Tagebuch.
Seite
429
Einzelbild herunterladen
 

T a g e b u ch.

i.

Deutsche Journalistik.

Ein Knabentrupp, gemischt aus allen Classen,

Der Schule Zwang, des Hauses Zucht entlassen,

Trieb auf dem Feld sein Spiel. Ein jedes Kind, das spielt,

Ein Schüler, wie er sich fern von den Bänken fühlt.

Wird immer durch den Drang zur Wildheit fortgerissen;

So waren jene gleich auf Zank und ^Streit beflissen.

Allein statt Faust und Stock und andern Knabcmvaffen,

Beliebten sie den Koth der Straßen aufzuraffen,

Und ihrer Lust gefällt's, mit schlammigen Geschützen

Die feine Wäsche zu bespritzen.

Weh' nun den neuen Scidenhosen,

Weh' dem Sollet, dem Rock aus feinem Tuch,

Weh' dem, der sammt'ne Westen trug,

Dem glatten Biberhur! Sie zielen gut, die Losen!

Wie Kugelregen strömt schmachvoll der Straßendreck

Aus dieser Helden Hand, und jeder Fleck

Erweckt ein Iubelschrei'n in der entbrannten Menge,

Als ob sür's Vaterland man hier die Waffen schwänge.----

Ein Fremder, der des Wegs zufällig kam.

Steht staunend still und frägt: von Welcher wilden Stamm

Die edle Schaar entsprossen wäre?

«Ihr müßt wissen, Herr" so nahm Der Buben Vorderster, ein Zögling aus der Quarta Ihn ohne Umschweis in die Lehre Ihr seid hier in »** der weltberühmten Stadt,

Z8