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Der Proceß Caumartin-Sirey- Heinefetter.
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Der Proceß Camimrtin - Sirey - Heinefetter.

Von einem Augenzeugen.

^Ner Stand der Roman- und Novellendichter wird mit jeden» Tage schwieriger. Seitdem durch die Öffentlichkeit des französisch- englischen Gerichtsverfahrens die großen Criminalprozesse vor den Augen der ganzen Welt verhandelt werden und das Volk, die Menge, Zuschauer und Zeuge bei den Entwickelungen dieser furchtbaren Dramen ist, was bleibt da für die Erfindung des NomandichterS übrig? Welche Leidenschaften kann er schildern, die nicht hundert Mal wahrer und entfesselter im wirklichen Leben sich zeigen? Welche Intriguen und Combinationen kann er ersinnen, welche nicht oft von den einfachsten Criminalprocessen an wunderbaren Zufällen und Ver­schlingungen überboten werden? Welche Charaktere kann er schildern, die nicht auf der Scene deS Gerichtshofes fürchterlicher und, zur Ehre der Menschheit sei es gesagt, oft auch tausend Mal edler unö kund werden?

Der Proceß, den wir hier schildern, wie er vor wenigen Ta­gen vor dem Assisenhof zu Brüssel sich abgesponnen hat, gehört nicht zu jener fürchterlichen Gattung, in welcher der AuSwurf der Mensch­heit, Verbrecher, die durch Blutdurst und Entartung dem Thiere näher als demMenschen stehen, siguriren; vielmehr bewegt sich derselbe durchaus in solchen Kreisen, von denen wir die höchste Bildung, Humanität und Alles, waS das Leben verschönert und veredelt, er­warten könnten. Und doch finden sich in demselben alle Elemente, welche das Glück eines Nomandichters machen würden: Liebe, Haß, Eifersucht, Schauspielerintriguen und wie alle die Ingredienzien hei­ßen, aus welchen man jenes poetische Gebräu zusammensetzt, um welches die Verleger sich streiten und welche unerfahrene Jünglinge und hysterische Weiber mit Heißhunger verschlucken. Von vorn herein müssen wir jedoch erklären, daß das bloße Romaninteresse nicht der

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